Manager richten Brexit-Appell an Politik


Fahnen von EU und Großbritannien, über dts NachrichtenagenturNach der Abstimmungsniederlage von Premierministerin Theresa May im britischen Parlament wächst die Nervosität in der deutschen Wirtschaft: Führende Manager warnen vor den wirtschaftlichen Folgen eines Austritts der Briten ohne Abkommen mit der EU und appellieren an die Politik, den drohenden harten Brexit am 29. März doch noch abzuwenden. "Der Brexit und seine Abwicklung sind ein Schlag für den europäischen Gedanken und für die europäische Wirtschaftsunion, von dem sich Europa für längere Zeit nicht erholen wird", sagte Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Es sei wohl für alle Beteiligten am besten, "wenn man jegliche Form eines ungeordneten Brexit noch einmal dem britischen Volk zur Abstimmung vorlegen würde", so Kaeser weiter.

Führende Wirtschaftslenker äußerten sich ähnlich. So plädierte etwa der Großspediteur Klaus-Michael Kühne für "ein zweites Referendum". Eon-Chef Johannes Teyssen habe in einem Mitarbeiterbrief gefordert, "dass Politiker auf beiden Seiten der Debatte und auf beiden Seiten des Kanals alle verfügbaren Optionen ausloten, um sicherzustellen, dass ein `No Deal`-Brexit vom Tisch genommen wird", berichtet die Zeitung. Besonders groß ist die Nervosität bei den Autoherstellern: "Das Austrittsabkommen abzulehnen, ohne dass es eine konkrete Alternative für einen anderen gangbaren Weg gibt, ist politisch fahrlässig", sagte Bernhard Mattes vom Verband der Automobilindustrie (VDA) dem "Handelsblatt". Bei einem ungeordneten Brexit, bei dem die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien auf das Regelwerk der Welthandelsorganisation zurückfielen, würde die deutsche Wirtschaft zu den großen Verlieren zählen. Mit einem Exportvolumen von rund 84 Milliarden Euro zählen die Briten zu den fünf größten Handelspartnern der Bundesrepublik. Experten fürchten kilometerlange Staus, sollten Großbritannien und die EU nach einem Austritt gegenseitige Grenzkontrollen einführen. Am stärksten betroffen wären die Automobilindustrie, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Logistik und die Luftfahrt.

Foto: Fahnen von EU und Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur

Wandere aus, solange es noch geht!


Videos:

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2017 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.