Projekt "sozialer Arbeitsmarkt" läuft schleppend an


Bundesagentur für Arbeit, über dts NachrichtenagenturDer zum 1. Januar geschaffene "soziale Arbeitsmarkt", mit dem die Bundesregierung bis zu 150.000 Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit holen will, läuft schleppend an. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf die Antwort des Arbeits- und Sozialministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Bis Ende Februar hatten demnach 2.889 Personen dank des neuen Förderinstrumentes einen Job gefunden, bei dem der Staat den Lohn ganz oder teilweise übernimmt.

Gegenüber Januar hat sich die Zahl verdoppelt: Im ersten Monat nach Inkrafttreten des Gesetztes waren 1.511 Personen vermittelt worden. Noch nicht berücksichtigt sind Stellen, die kommunale Träger eingerichtet haben, wie das Ministerium erläutert. Die Fallzahlen seien daher "vorläufig" und "vermutlich unterschätzt". In den Bundesländern wird das "Teilhabe am Arbeitsmarkt" genannte Instrument extrem unterschiedlich genutzt: In Nordrhein-Westfalen gab es 1.354 Förderfälle, gefolgt von Bayern mit 198, Schleswig-Holstein mit 196, Baden-Württemberg mit 178 und Sachsen mit 168 Fällen. Eine Unterscheidung, ob es sich um öffentliche, private oder gemeinnützige Arbeitgeber handelt, kann die Bundesregierung derzeit noch nicht vornehmen. Auch die Frage nach der Lohnhöhe der Arbeitsverhältnisse blieb unbeantwortet. "Die geringe Zahl der geförderten Personen ist enttäuschend. Viele Erwerbslose und Träger haben große Hoffnungen in das neue Instrument gesetzt. Warum mit der Umsetzung nicht schon früher begonnen wurde, ist schwer nachvollziehbar", kritisierte Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linkspartei, in der NOZ. Zimmermann sieht bereits Korrekturbedarf: Das Kriterium von sechs Jahren Hartz-IV-Bezug sei "zu hoch", viele Menschen, die sich Hoffnungen auf das neue Instrument gemacht hätten, würden von der Förderung ausgegrenzt. Die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung dürfe nicht zu einer "Alibiveranstaltung" werden, sagte sie.

Foto: Bundesagentur für Arbeit, über dts Nachrichtenagentur

Wandere aus, solange es noch geht!


Videos:

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2017 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.