Mehr als 100 Tote bei Anschlagserie in Sri Lanka


Nach der Anschlagserie in Sri Lanka am Ostersonntag ist die Zahl der Toten auf mehr als 100 gestiegen. Hunderte weitere Personen wurden durch die Explosionen verletzt, berichten mehrere örtliche Medien übereinstimmend unter Berufung auf Polizeiangaben. Es wird demnach befürchtet, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte.

Die Anschlagserie hatte sich gegen drei Kirchen in verschiedenen Gegenden des Inselstaats sowie drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo gerichtet. Die Detonationen in den Kirchen sollen sich Medienberichten zufolge während der Ostermessen ereignet haben. Laut Polizeiangaben ereignete sich die Anschlagserie innerhalb einer halben Stunde. Unter den Opfern sollen auch mehrere Ausländer sein. Die Bundesregierung reagierte schockiert auf die Anschläge: "Entsetzen über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagmorgen auf Twitter. "Wir trauern um sie und beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen." Die genauen Hintergründe der Attentate waren zunächst unklar. Zu den Anschlägen bekannte sich bislang niemand. Sri Lanka ist mehrheitlich buddhistisch geprägt. Nur rund sieben Prozent der Bevölkerung des Landes sind laut der aktuellsten Volkszählung Christen.

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