Berlin prüft härtere Strafen für sexuellen Missbrauch von Kindern


Kinder vor einem unsanierten Haus in Berlin-Neukölln, über dts NachrichtenagenturDie Bundesregierung erwägt nach dem massenhaften sexuellen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde deutliche Strafverschärfungen. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, kommt der Gesetzgeber damit einer "Prüfbitte" der Länder nach. Das Anliegen wird vom Bundesinnenministerium geprüft, das dazu bereits Gespräche mit dem Justizressort vereinbart hat.

Das Haus von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) teilte mit, man werde sich damit beschäftigen, wie solch schwere Straftaten "noch effektiver verfolgt werden können". Die Innenminister der 16 Länder hatten den Bund aufgefordert, das Strafgesetzbuch hinsichtlich sexuellen Kindesmissbrauchs sowie das Verbreiten und den Besitz von Kinderpornografie zu ändern. "Entsprechende Straftaten sollen daher als Verbrechen eingestuft werden", heißt es in einem Beschluss der Innenministerministerkonferenz (IMK), der im Juni gefasst wurde. Das bedeute eine "Erhöhung der Mindeststrafe auf ein Jahr", heißt es weiter. Bislang betragen die Mindeststrafen lediglich sechs beziehungsweise drei Monate. Außerdem soll das Höchstmaß für Straftaten im Zusammenhang mit dem Verbreiten "kinderpornografischer Schriften" von fünf auf zehn Jahre Freiheitsstrafe angehoben werden. Die Innenminister wollen auch, dass der Besitz solcher Schriften mit fünf statt bisher drei Jahren bestraft wird. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte: "Jetzt muss endlich gehandelt werden. Der Konsum von Kinderpornografie ist kein Bagatelldelikt, sondern ein abscheuliches Verbrechen. Deshalb sollten wir es in Zukunft auch wie ein Verbrechen bestrafen." Unterstützt wird die Einstufung als Verbrechen von Johannes-Wilhelm Rörig, dem Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. "Das wäre ein klares und überfälliges Statement des Rechtsstaats gegen Kindesmissbrauch", sagte Rörig. Er setze auf die präventive Wirkung von Strafverschärfungen. Die Strafen seien bisher zu gering. "Uns wird immer wieder berichtet, dass Täter mit lediglich 90 Tagessätzen Geldstrafe davonkommen", sagte Rörig. In dem Lügde-Prozess vor dem Landgericht Detmold, der sich seit Ende Juni mit den mehr als 450 Fällen von Missbrauch und Kinderpornografie beschäftigt, wurde am vergangenen Mittwoch ein erstes Urteil verkündet. Ein 49-Jähriger erhielt als Mittäter zwei Jahre Haft auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein. Der Hauptprozess soll am 1. August fortgesetzt werden.

Foto: Kinder vor einem unsanierten Haus in Berlin-Neukölln, über dts Nachrichtenagentur

Sensationelle Bilder von oben: Oliver Krautscheid Dronestagram.  Auch auf YouTube

Videos:

-
Loading...
-
Wandere aus, solange es noch geht!

Wikifolios
Börsen News

Bitcoin Live

Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro)

BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart Bitcoin + Ethereum kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

WERBEN auf MMnews
Banner + Textanzeigen
Anfragen hier.

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2020 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.