IW-Studie: Kurzarbeit bewahrt Industrieregionen vor Abrutschen


Ruhrgebiet, über dts NachrichtenagenturDie Corona-Pandemie fügt Kommunen, die auf Dienstleistungen setzen, größeren wirtschaftlichen Schaden zu als solchen, die industriell geprägt sind. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Samstagausgaben berichten. Zwar verzeichnen demnach Städte und industriell geprägte Regionen die höchsten Infektionsraten.

"In den 50 Kreisen mit dem höchsten Anteil von sozialversicherungspflichtiger industrieller Beschäftigung in Deutschland - wo im Durchschnitt 34 Prozent aller Einwohner im erwerbsfähigen Alter im Verarbeitenden Gewerbe arbeiten - wurden pro Kopf fast doppelt so viele Covid-19 Fälle festgestellt wie in den 50 Kreisen mit der niedrigsten Industriequote", heißt es dazu in der IW-Studie. Allerdings bekämen die durch den Dienstleistungssektor geprägten Kreise mit bereits angespanntem Arbeitsmarkt die Krise in Form von gestiegener Arbeitslosigkeit besonders deutlich zu spüren. Ihr Anstieg falle in diesen Regionen "deutlich überdurchschnittlich" aus, ergab die Erhebung des IW. Die Autoren führen diesen Effekt auf die "stabilisierende Wirkung der Kurzarbeit" zurück. Daten zu Anträgen und tatsächlichem Bezug von Kurzarbeitergeld legen demnach eine überdurchschnittlich hohe Kurzarbeiterquote in Industriekreisen nahe, während diese in Dienstleistungskreisen unterdurchschnittlich ist. Im Gegensatz zur Industrie, die etwa mit Blick auf China auf eine rasche Erholung ihrer Absatzmärkte hoffen könne, trübe das noch nicht absehbare Ende der Pandemie die Aussichten im Gast- und Beherbergungsgewerbe. "Als Konsequenz werden Arbeitnehmer eher entlassen als auf Kurzarbeit gesetzt", heißt es in der Studie. "Das Kurzarbeitergeld hat sich in der Krise als deutsches Erfolgsmodell bewährt", sagte IW-Chef Michael Hüther dem RND. "Gerade Branchen, die dringend auf hochspezialisierte Fachkräfte angewiesen sind, können so gute Leute halten und finden zügig einen Weg in die Normalität zurück." Ohne Kurzarbeitergeld stünde die deutsche Industrie deutlich schlechter da als derzeit: "Denn dann käme nach dem Marsch durch das Tal der Tränen gleich noch eine zweite Krise. Wir haben jetzt gezeigt, dass Kurzarbeitergeld diese unternehmerische Katastrophe fürs Erste verhindern kann", so der Ökonom.

Foto: Ruhrgebiet, über dts Nachrichtenagentur

Aktuelle Aktion: "Ich stehe auf GRUNDGESETZ"

Neue Videos:

  • Prof. Max Otte: Deutschland wird abgewickelt
  • Dank EEG: Der Blackout ist programmiert
  • - Wandere aus, solange es noch geht!

    Wikifolios
    Börsen News

    Bitcoin Live

    Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro)

    BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart Bitcoin + Ethereum kaufen Bitcoin.de
    Bitcoin News
    Spenden an MMnews
    BTC:
    1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

    BCH:
    qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
    0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

    WERBEN auf MMnews
    Banner + Textanzeigen
    Anfragen hier.

    Haftungsausschluss

    Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


    Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

     

    Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
    Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

    Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

    (1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

    (2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

    (3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

    (4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

    (5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

    (6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

    (7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

    (8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

    Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

    Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

     

    © 2020 MMnews.de

    Please publish modules in offcanvas position.