IG-Metall-Chef wirft Konzernen Kahlschlag vor


Stahlproduktion, über dts NachrichtenagenturIG-Metall-Chef Jörg Hofmann wirft Industriekonzernen wie Conti oder Schaeffler vor, die Coronakrise als Vorwand zu nehmen. "Eine Reihe Arbeitgeber nutzt die Krise, um in Deutschland zum Kahlschlag anzusetzen und Arbeit in Billiglohnländer zu verlagern", sagte Hofmann der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). "Wenn manche Betriebe gleichzeitig Liquiditätshilfen oder andere steuerfinanzierte Stützungen in Anspruch nehmen, ist dies skandalös."

Allein in den Branchen der IG Metall haben Firmen binnen zwölf Monaten angekündigt, mehr als 200.000 Stellen abzubauen - von Auto bis Stahl, von Flugzeugbau bis Küchen. Hierfür gebe es unterschiedliche Ausgangsbedingungen und Motivationen, so Hofmann. "Tatsache ist: Je länger der Krisenverlauf, umso mehr entwickelt sich Druck auf Beschäftigung. Diesen Unternehmen muss aber klar sein: Sie gefährden ihre eigene Zukunftsfähigkeit." Die Unternehmen hätten mit Dekarbonisierung und Digitalisierung große Aufgaben vor der Brust. Dafür brauchten sie Investitionen in Forschung und Entwicklung, vor allem aber auch in gut ausgebildete Fachkräfte. "Sonst werden sie im internationalen Wettbewerb bei Themen wie Wasserstoff oder Elektromobilität das Nachsehen haben." Hofmann fordert, die gerade von der Bundesregierung verlängerte Kurzarbeit effektiv mit Qualifizierung zu verknüpfen. Die Beschäftigten bräuchten Perspektiven im strukturellen Wandel. "Dies verlangt Investitionen in neue nachhaltige Produkte und Prozesse, für die die Beschäftigten qualifiziert werden müssen." Wo die an bestimmte Bedingungen geknüpfte Kurzarbeit nicht (mehr) möglich ist, schlägt Hofmann eine Vier-Tage-Woche vor. In manchen Betrieben wie Bosch und ZF hätten die Arbeitnehmervertreter etwa einen Schutz vor Kündigungen durchgesetzt. Es gehe also auch anders, als einfach Stellen zu streichen. "Das beweisen Unternehmen, die einerseits alle Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung nutzen, aber gleichzeitig durch Investitionen und Qualifizierung der Beschäftigten den Weg in eine nachhaltige Zukunft öffnen."

Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

Aktuelle Aktion: "Ich stehe auf GRUNDGESETZ"

Neue Videos:

  • Prof. Max Otte: Deutschland wird abgewickelt
  • Dank EEG: Der Blackout ist programmiert
  • - Wandere aus, solange es noch geht!

    Wikifolios
    Börsen News

    Bitcoin Live

    Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro)

    BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart Bitcoin + Ethereum kaufen Bitcoin.de
    Bitcoin News
    Spenden an MMnews
    BTC:
    1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

    BCH:
    qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
    0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

    WERBEN auf MMnews
    Banner + Textanzeigen
    Anfragen hier.

    Haftungsausschluss

    Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


    Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

     

    Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
    Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

    Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

    (1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

    (2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

    (3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

    (4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

    (5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

    (6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

    (7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

    (8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

    Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

    Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

     

    © 2020 MMnews.de

    Please publish modules in offcanvas position.