FDP fordert "Lern-Buddy"-Programm zur Unterstützung der Schüler


Frau an einem Laptop, über dts NachrichtenagenturDie FDP fordert ein bundesweites, mit einer Milliarde Euro von der Bundesregierung ausgestattetes "Lern-Buddy"-Programm, in dem Studierende Schüler unterstützen, die in der Corona-Pandemie entstandenen Lernrückstände aufzuholen. "In Abhängigkeit der Schülerzahl erhalten Schulen aus dem Lern-Buddy-Programm ein festes Kontingent an Unterstützungsstunden", heißt es in einem Entschließungsantrag der FDP-Bundestagsfraktion, über den die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Mittwochausgaben berichten. Die Schulen könnten die Stunden dann sowohl zur Unterstützung der Lehrkräfte im Fern- oder Präsenzunterricht, in Kleingruppen oder für eine individuelle Eins-zu-Eins-Betreuung besonders unterstützungsbedürftiger Schüler verwenden.

"Der Corona-Lockdown ist zur Bildungsbremse für eine gesamte Schülergeneration geworden", sagte der FDP-Bildungspolitiker Jens Brandenburg dem RND. "Vor allem sozial benachteiligte Schüler verlieren im Distanzunterricht oft den Anschluss." Gleichzeitig hätten viele Studenten ihre Nebenjobs verloren. "Holen wir sie endlich an die Schulen, um Lernrückstände abzubauen." Brandenburg fragte: "Wenn Medizinstudierende beim Impfen helfen, wieso sollten nicht auch Lehramts- und Fachstudierende der Bildung unter die Arme greifen?" Die FDP schlägt vor, dass Lehramtsstudierende ihren freiwilligen Einsatz in Absprache mit den Hochschulen als Leistungspunkte anrechnen lassen können sollen. Studenten anderer Fächer, aber auch Lehramtsstudenten, die keine Leistungspunkte für die Stunden erhalten, sollen mit zehn Euro pro Stunde entlohnt werden. Die FDP dringt in ihrem Antrag darauf, "das Lern-Buddy-Programm bis zum Ende des Schuljahrs 2021/22 mit insgesamt einer Milliarde Euro aus Bundesmitteln zu fördern".

Foto: Frau an einem Laptop, über dts Nachrichtenagentur

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