Linksfraktion will mehr Rente statt mehr Rüstung


Seniorin schaut von einem Balkon, über dts NachrichtenagenturAngesichts der bevorstehenden Nullrunde für die meisten Rentner fordern die Linken im Bundestag "mehr Rente statt mehr Rüstung". Es dürfe nicht sein, dass bei Rentnern "gespart wird und gleichzeitig frische Milliarden in die Rüstung fließen", sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe). "Wir schlagen vor, die für das kommende Jahr geplante Erhöhung des Verteidigungshaushaltes um 2,4 Milliarden Euro zu streichen und diese Mittel für die Anhebung des Rentenniveaus einzusetzen."

Wegen der schwachen Lohnentwicklung in der Coronakrise bleiben die Altersbezüge im Westen in diesem Jahr auf dem derzeitigen Niveau. Im Osten steigen sie zum 1. Juli wegen der allmählichen Anpassung ans Westniveau um 0,72 Prozent. Hinzu kommt die wieder anziehende Inflation, wie Bartsch deutlich macht. Die Nullrunde im Westen und die Mini-Erhöhung im Osten würden real eine Minusrunde für alle Rentner bedeuten. "Das ist sowohl unsozial als auch ökonomisch kontraproduktiv angesichts der Krise. Wir schlagen vor, das Rentenniveau kurzfristig auf 50 Prozent anzuheben", so Bartsch. Das Rentenniveau zeigt an, wie stark die Rente den Löhnen folgt. Es vergleicht die Rente eines Durchschnittsverdieners mit 45 Beitragsjahren mit den durchschnittlichen Einkommen der Arbeitnehmer. Aktuell beträgt das Rentenniveau 49,4 Prozent. Wollte man es auf 50 Prozent anheben, würde das in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres 2,1 Milliarden und in den Folgejahren jeweils 4,2 Milliarden Euro kosten. Das geht aus Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums auf Anfrage von Dietmar Bartsch hervor, über die die NOZ berichtet. Für ein Sicherungsniveau von 51 Prozent sind demnach jährliche Mehrausgaben von 10,8 Milliarden Euro erforderlich. Bei 52 Prozent Rentenniveau wären es 17,4 Milliarden und bei 53 Prozent jedes Jahr 24,0 Milliarden Euro. Wollte man die 24 Milliarden Euro alleine aus Beitragsmitteln finanzieren, "müsste der Beitragssatz nur um 1,5 Prozentpunkte auf 20,1 Prozent angehoben werden", so Mathias W. Birkwald, Rentenexperte der Linksfraktion. Für durchschnittlich Verdienende und ihre Chefs wären das derzeit nur 25,70 Euro mehr Beitrag im Monat. Damit läge dann eine sogenannte Standardrente nach 45 Beitragsjahren um knapp 99 Euro netto höher, sagte er der NOZ.

Foto: Seniorin schaut von einem Balkon, über dts Nachrichtenagentur

Reich mit Aktien - Michael Mross: "Das beste Buch, das ich je schrieb."

Neue Videos:

-

Wikifolios
Börsen News

Bitcoin Live

Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro)

BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart Bitcoin + Ethereum kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2020 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.