SPD und Grüne bemängeln Entlastungspaket als unausgewogen


Einkommensteuer, über dts NachrichtenagenturSPD-Chef Lars Klingbeil hat die von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) vorgestellten Eckpunkte für ein "Inflationsausgleichsgesetz" grundsätzlich begrüßt. "Im Detail ist es aber so, dass in der Tat wir sehen, dass die Spitzenverdiener überdurchschnittlich entlastet werden", sagte er der RTL/ntv-Redaktion. Deswegen müsse nun im Detail betrachtet werden, wie man einen gemeinsamen Weg beschreiten könne.

Als Kriterien für weitere Entlastungen nannte Klingbeil Zielgenauigkeit, einen Fokus auf kleine und mittlere Einkommen und Schnelligkeit in der Verabschiedung. Mit Blick auf die Debatten in der Regierungskoalition sagte der SPD-Chef: "Mir war das in den vergangenen Tagen manchmal zu viel Gegeneinander und zu wenig Miteinander." Das müsse sich ändern. Die Regierung müsse jetzt schnell ein gemeinsames Gesamtkonzept erarbeiten. Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch kritisierte das Entlastungspaket als sozial unausgewogen. Die Vorschläge des Finanzministers seien dazu geeignet, vor allen Dingen "Menschen mit sehr, sehr hohen Einkommen" zu entlasten, sagte er dem Fernsehsender Phoenix. 90 Prozent der Entlastungswirkung der insgesamt rund zehn Milliarden Euro Steuerentlastung, so Audretsch, gingen nach den jetzt vorgelegten Plänen an die besser verdienenden oberen 30 Prozent der Bevölkerung. Rund 30 Prozent der unteren Einkommen würden überhaupt nicht von der Steuerentlastung profitieren. Angesichts der aktuellen Krisenlagen müssten aber die kleineren und mittleren Einkommen "in den Fokus gerückt werden" und das sei in dem Vorschlag des Bundesfinanzministers so noch nicht enthalten, so Audretsch. Anhand der vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Zahlen erkenne man, dass die "Verteilungswirkung äußerst schlecht ist", so der Grünen-Finanzexperte. Demnach würden zu versteuernde Einkommen in Höhe von 30.000 Euro lediglich um 180 Euro jährlich entlastet, während Bezieher mit 100.000 Euro zu versteuerndem Einkommen um bis zu 950 Euro entlastet würden. Die Entlastung müsse aber dort geschehen, wo die Probleme liegen und das seien die kleineren und mittleren Einkommen. "Wir müssen in dieser schwierigen Lage Politik machen in der Realität, wie wir sie vorfinden, und dem müsste sich auch der Bundesfinanzminister stellen", so Audretsch. Kritik äußerte er auch an der Erhöhung des Kindergeldes um acht Euro: "Das ist ein Betrag, der nicht mal die Inflation ausgleichen würde."

Foto: Einkommensteuer, über dts Nachrichtenagentur

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube



Börse 24h realtime
Börsen News
Wikifolios
 
 

Mein bestes Börsenbuch:

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC
Net-Tipps
Medizin News

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2022 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.