Marius Müller-Westernhagen beklagt Zustand der Demokratie


Wahllokal am 24.09.2017, über dts NachrichtenagenturMarius Müller-Westernhagen sieht einer möglichen Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP skeptisch entgegen: "Vorfreude habe ich da nicht gerade", sagte der 68-Jährige dem "Mannheimer Morgen" (Samstag-Ausgabe). Und ergänzt: "Die Menschen sind inzwischen zu dumm für die Demokratie, auf jeden Fall politisch zu wenig informiert. Aber das ist von der Politik über die Jahre so gefördert worden, und dann ist die Ausübung von Demokratie fast nicht mehr möglich. Demokratie heißt Herrschaft des Volkes. Herrschaft kannst du aber nur ausüben, wenn du Bescheid weißt und kompetent entscheiden kannst. Das ist nicht mehr der Fall."

Inzwischen herrsche bei den Inhalten der Parteien auch so eine große Konfusion, dass man gar nicht mehr weiß, wen man wählen solle. "Es geht nur noch um Popularitätswerte. Und je größer die Regierungskoalition ist, je mehr Parteien da drin sind, desto verwässerter wird deren Politik sein", sagte Westernhagen. Um den im zersplitterten Parteiensystem erkennbaren Ansätzen einer Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken, empfiehlt der Sänger: "Es geht nur durch ein Bewusstmachen, dass alle gemeinschaftsfähigen Positionen irgendwo rechts und links der Mitte angesiedelt sind. Was da sehr weit rechts und links außen an Polarisierungen stattfindet, hat ganz extreme Formen angenommen, das ist gefährlich." Aus der Eskalation des Umgangstons im Internet und der massiven Anfeindungen reiften zwar noch keine entsprechenden Lieder im Songwriter Westernhagen, "aber es reift mein Bewusstsein für die neuen Herausforderungen, denen jeder konfrontiert ist. Die digitale Revolution etwa hat uns alle an die Wand gehauen, damit kommen wir noch nicht klar. Beim Internet handelt es sich um eine weitgehend rechtsfreie Zone. Aber jede Gesellschaft funktioniert nur mit Regeln, und da ist im Netz so vieles ungeklärt." Er fordert: "Was wir mindestens schaffen müssen, ist, dass man das nicht mehr anonym tun darf. Dass man dafür belangt werden kann. Die Macht des Internets ist lange unterschätzt worden. Ich weiß inzwischen nicht mehr, was überwiegt: die produktive Wirkung der digitalen Revolution oder ihre schlimmen Nebenwirkungen."

Foto: Wahllokal am 24.09.2017, über dts Nachrichtenagentur

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