Berliner Polizei trainiert Kampf gegen schwer bewaffnete Terroristen nicht


Polizei, über dts NachrichtenagenturDie Berliner Polizei bereitet sich auf Angriffe schwer bewaffneter Terroristen nicht mit einem speziellen Training vor. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus und beruft sich dabei auf ein Dokument des Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Berliner Polizei. In den "Qualitätsstandards für Anforderung und den Einsatz", über die das Magazin berichtet, sind Terrorlagen, wie sie etwa in Paris im Jahr 2015 entstanden, nicht aufgeführt.

Dort hatten Terroristen mit Schnellfeuerwaffen zugeschlagen. Dagegen ist explizit die "Beseitigung konkreter Gefahrenlagen bei erpresserischem Menschenraub, Geiselnahmen, Flugzeugentführungen" aufgezählt. In dem Dokument, das den Rahmen für die Einsätze der Spezialkräfte festlegt, heißt es zu möglichen Terrorszenarien lediglich ganz allgemein: Aufgabe des SEK ist die "Klärung von Lagen mit erheblichem Gefährdungsgrad". Dieses Problem ist in Sicherheitskreisen laut dem Bericht seit Langem bekannt und war bereits Inhalt anonymer Schreiben eines früheren "Polizeiführers Schwerstkriminalität" vom Dezember. Er schrieb, dass "einsatzbezogene Trainings gegen größere schwer bewaffnete, paramilitärisch ausgebildete Gruppen" mehrfach angemahnt worden seien, doch sei "nichts passiert". Mehrere Polizei-Insider bestätigten diese Vorwürfe dem Magazin. Im Notfall wären die Berliner auf Hilfe der Eliteeinheit GSG 9 der Bundespolizei angewiesen. Diese braucht aber von ihrem derzeitigen Standort in Sankt Augustin bei Bonn mindestens 30 bis 40 Minuten, um zu einem Einsatz in Berlin zu gelangen. Erst frühestens 2021 will die GSG 9 einen Standort in Berlin beziehen. Offiziell heißt es von der Berliner Polizei, dass Terrorszenarien wie in Paris "denkbar und realistisch" seien. Daher obliege es den Spezialeinheiten, sich darauf vorzubereiten. Allerdings würden "über die taktisch-technischen Möglichkeiten der Polizei" keine Auskünfte erteilt. Der Berliner FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe kritisiert: "Dass diese Szenarien nicht trainiert werden, zeigt, dass Terrorabwehr noch immer keine Priorität hat."

Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

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