IG Metall arbeitet an Milliardenfonds für Autozulieferer

Die Wohlstandsvernichter - Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten – Das neue Buch von Claus Vogt und Roland Leuschel: HIER bestellen.

Die IG Metall will beim Auto-Gipfel am kommenden Montag im Kanzleramt Stützungsmaßnahmen für deutsche Autozulieferer in zweistelliger Milliardenhöhe vorschlagen.

„Für die Zulieferer, die profitabel und stark sind, aber trotzdem nur schwer an Investitionskapital kommen oder die für die Umstellung auf Elektromobilität besonders große Mittel benötigen, schlagen wir einen Transformationsfonds in zweistelliger Milliardenhöhe vor“, sagte Frank Iwer, Leiter Koordinierung und politische Planung der IG Metall, der WirtschaftsWoche. Die Kredite des Fonds sollten eine Laufzeit von sechs bis acht Jahren haben und für Investoren am Kapitalmarkt attraktiv sein: „Die Bundesregierung sollte eine Basis-Verzinsung von etwa 1,5 Prozent garantieren. Weil hier aber überwiegend starke Unternehmen finanziert werden, dürfte der Fonds eine deutlich höhere Rendite erwirtschaften und die Bundesregierung wäre dann nicht mehr in der Pflicht.“

Zulieferer dagegen, die Sanierungsfälle sind, bräuchten „eher kurzfristig wirksame Stützungsmaßnahmen“ in Milliardenhöhe, um so die Belieferung der Autohersteller abzusichern: „50 Prozent der nötigen Summe könnten die deutschen Autohersteller einbringen, 50 Prozent die Bundesregierung.“ Darüber hinaus sei es denkbar, dass unter Koordinierung von Politik und Gewerkschaften eine Auffanggesellschaft gegründet wird, mit der marode Zulieferer „zielgerichtet restrukturiert“ werden können. Mit den Konzepten orientiere sich die IG Metall teilweise an Erfolgsmodellen im Ausland: „Es gibt in Dänemark ein ähnliches Fondsmodell, das sehr gut funktioniert“, sagt Iwer.

Die IG Metall hat die Konzepte in den vergangenen Monaten mit Kanzleramt, Wirtschaftsministerium, Fondsmanagern und Insolvenzverwaltern beraten. Man kenne die Forderungen der IG Metall, erklärte eine Sprec herin des Bundeswirtschaftsministeriums gegenüber der WirtschaftsWoche, mache sich „diese aber aktuell nicht zu eigen“. Den Grünen habe die IG Metall das Konzept ebenfalls präsentiert und sei auf „großes Verständnis“ gestoßen, sagt Iwer: „Scheinbar passt der Plan gut zu der Idee des 100 Milliarden Euro schweren Klimafonds.“ Auch die Autohersteller hätten Interesse signalisiert. Die Einsicht bei den Autoherstellern wachse, „dass es nicht reicht, immer erst dann Zulieferern zu Hilfe zu eilen, wenn sie schon fast insolvent sind und die Versorgung mit Teilen gefährdet ist.“ Die Hersteller fürchteten nicht nur Unterbrechungen bei Belieferungen, sondern auch, dass Unternehmen in Schieflage von Investoren aufgekauft werden, die die Hersteller anschließend erpressen. Ein solches Vorgehen werfen Autobauer etwa dem Zulieferer Prevent vor, der angeschlagene Zulieferer übernommen hatte und 2016 die Belieferung von VW vorübergehend einstellte.

Videos:

-
Loading...
-
Wandere aus, solange es noch geht!

Wikifolios

Bitcoin Live

Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro)

BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart Bitcoin + Ethereum kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

WERBEN auf MMnews
Banner + Textanzeigen
Anfragen hier.

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2017 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.