Adidas leitet Reebok-Verkauf ein

CEO Kasper Rorsted gibt seine Sanierungsversuche auf / Bis März 2021 soll der Deal durch sein / Reebok steht nur noch für 7,4 Prozent der Konzernumsätze 

 

Adidas-CEO Kasper Rorsted (58) hat den Verkaufsprozess für die Zweitmarke Reebok eingeleitet. Das intern dafür zuständige Team steht, Vertraulichkeitserklärungen wurden unterzeichnet. Bis März 2021, wenn Rorsted seine erste eigene Fünf-Jahres-Strategie vorstellen wird, soll der Deal durch sein. Das berichtet das manager magazin. 
 
Ein Adidas-Sprecher lehnte einen Kommentar zu den Informationen ab. 
 
Reebok ist der teuerste Fehlgriff in der Geschichte des deutschen Sportartiklers. Rorsteds Vorgänger Herbert Hainer (66) übernahm die Marke 2006 für 3,1 Milliarden Euro, um Weltmarktführer Nike einzuholen. Aber während Adidas immer weiterwuchs, stagnierte Reebok in den Folgejahren. Stand die Marke einmal für ein Viertel der Konzernumsätze, waren es 2019 nur noch 7,4 Prozent. Der Rückstand von Adidas gegenüber Nike betrug beim Jahresumsatz zuletzt gut 11 Milliarden Euro. 
 
Bei seinem Amtsantritt als CEO Ende 2016 hatte Rorsted angekündigt, die Marke mit Sitz in Massachusetts sanieren zu wollen. Nun gibt er auf. In der Bilanz hat Rorsted den Wert von Reebok seit 2018 bereits um fast die Hälfte auf 842 Millionen Euro abgeschrieben

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