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Dax rutscht ins Minus - Symrise trotzt Gesamttrend deutlich


Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.433 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Am unteren Ende der Kursliste rangierten Siemens Energy, SAP und BASF. Der klare Dax-Gewinner des Tages waren dagegen die Aktien von Symrise. Der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen profitierte dabei von einem positiven Analystenkommentar für die Branche.

"Die Anleger an der Frankfurter Börse gehen weiterhin sehr selektiv am Aktienmarkt vor und positionieren sich tendenziell eher vorsichtig", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Konnte sich der Dax den überwiegenden Handelstag im Plus halten, musste er sich am Nachmittag allerdings dem Druck von der Wall Street beugen und legte wieder den Rückwärtsgang ein."

"Zeitnah kommen einige dicke Bretter auf die Börse zu, die nur schwer zu durchbohren sein werden. Neben den Notenbanksitzungen stehen drei Mega-IPOs ins Haus, die Liquidität aus den Märkten abziehen."

"Zudem bleibt die Situation im Nahen Osten fragil und kann sich täglich ändern. Der Iran-Krieg stellt sich weiterhin als ein sehr komplexes und schwer einschätzbares geopolitisches Risiko dar. Die Investoren stehen zwischen Baum und Borke und müssen sich entscheiden, ob sie sich auf die konjunkturellen Entwicklungen und Trendthemen fokussieren oder doch die Risiken aus dem Krieg im Nahen Osten übergewichten."

"Die ADP-Daten zum US-Arbeitsmarkt zeigen mit 29.000 neu geschaffenen Stellen eine weiterhin erkennbare Verlangsamung in der US-Wirtschaft an. Das war jedoch größtenteils zu erwarten. Die aus Deutschland vorgelegten Daten in Form des Handelsbilanzsaldos und der Erzeugung im produzierenden Gewerbe sprechen für einen Stabilisierungsversuch auf niedrigem Niveau. Die Handelsbilanz fiel leicht unter den Erwartungen aus und die Produktion verharrt mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent auf einem niedrigen Niveau. Im Dax blieben heute deshalb defensive Branchen vorerst favorisiert", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1547 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8660 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.265 US-Dollar gezahlt (-1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,76 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 91,08 US-Dollar, das waren 317 Cent oder 3,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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