Göring-Eckardt: Steueraffäre Hofreiter kein Problem

Göring-Eckardt stellt sich in Steueraffäre hinter ihren Co-Fraktionsvorsitzenden Hofreiter. Fraktionsvorsitzende lobt "anständigen Umgang mit diesem Fehler".  FDP wirft Hofreiter Doppelmoral vor.

 

Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat sich in der Steueraffäre hinter ihren Co-Vorsitzenden Anton Hofreiter gestellt und Konsequenzen für ihn abgelehnt. "Er hat seinen Fehler eingestanden, ihn bedauert und sofort korrigiert, als er davon erfuhr. Für mich ist das der richtige und anständige Umgang mit diesem Fehler und für mich hat es sich damit dann auch", sagte Göring-Eckardt BILD am SONNTAG. "Toni ist die Meldung seines Berliner Zweitwohnsitzes einfach durchgerutscht, und deshalb hat er die Zweitwohnungsteuer nicht gezahlt. Toni ärgert sich darüber am meisten."


FDP wirft Hofreiter Doppelmoral vor

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer hat den Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Anton Hofreiter, scharf angegriffen. "Höhere Steuern fordern und dann selbst keine zahlen, das ist die Doppelmoral der Grünen", sagte sie der "Welt am Sonntag". "Bevor man anderen immer mehr Vorschriften machen will, wie sie zu leben haben, sollte man sich zunächst selbst an die geltenden Regeln halten."

Hofreiter hatte gegenüber eingeräumt, für seine Zweitwohnung in Berlin jahrelang keine Steuern gezahlt zu haben. "Das ist ein Fehler, den ich bedaure. ich kann ihn leider nicht ungeschehen machen, sondern nur schnellstmöglichst beheben", erklärte Hofreiter auf Anfrage der "Bild"-Zeitung. Die Anmeldung habe er nachgeholt und auch die seitdem aufgelaufene Steuer von 2.475 Euro bereits nachbezahlt, so der Grünen-Politiker.

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