Europas Luftfahrtunternehmen warnen die heimischen Regierungen eindringlich vor einem Handelskrieg mit wichtigen Wirtschaftsnationen wegen der umstrittenen EU-Klimaschutz-Abgabe für Fluglinien. Alle Airlines, die Europa anfliegen, müssen seit Jahresbeginn ausreichend CO2-Rechte besitzen.
Europas Luftfahrtunternehmen warnen die heimischen Regierungen eindringlich vor einem Handelskrieg mit wichtigen Wirtschaftsnationen wegen der umstrittenen EU-Klimaschutz-Abgabe für Fluglinien, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" . In einer bislang einzigartigen gemeinsamen Aktion hätten sich dazu die Vorstandvorsitzenden bedeutender Unternehmen der Branche in einem Brandbrief an ihre jeweiligen Regierungschefs in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien gewandt. Bundeskanzlerin Angela Merkel etwa habe ein entsprechendes Schreiben von Airbus, Lufthansa, Air Berlin und MTU Aero Engines erhalten.
Die Konzerne beklagten darin "erste konkrete Strafmaßnahmen" von Ländern, die gegen eine Beteiligung ihrer Fluggesellschaften am Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten sind. Das Problem der durch die internationale Luftfahrt verursachten Emissionen könne nur auf globaler Ebene angemessen gelöst werden, zitiert das Blatt aus dem Brief. "Wir bitten Sie deshalb, auf EU-Ratsebene - und vor allem auch bei den Staaten, die besagte Sanktionen ergreifen - nachdrücklich um Konsultationen zu ersuchen", appellierten die Firmenchefs demnach an die Regierungen. Ziel müsse es sein, eine ausgewogene Lösung zu finden und einen größeren Handelskonflikt zu vermeiden. Laut der französischen Tageszeitung "Les Echos" gehören in Frankreich neben Airbus auch Air France und der Zulieferer Safran zu den Unterzeichnern.



