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Bericht: Regierung verhandelt mit USA über Medikamentenpreise


Die Bundesregierung befindet sich offenbar seit mehreren Monaten in streng vertraulichen Verhandlungen mit dem US-Gesundheitsministerium über Medikamentenpreise. Das berichtet das Nachrichtenportal Politico unter Berufung auf drei mit den Gesprächen vertraute Personen.

Hintergrund des "High-Level-Dialogs" des Gesundheits- und Wirtschaftsministeriums mit der US-Administration ist demnach eine Forderung von Präsident Donald Trump, dass Deutschland und andere europäische Länder höhere Medikamentenpreise zahlen sollen. Washington kritisiert, dass die USA mit ihren höheren Preisen die Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel finanzierten, während Europa davon als Trittbrettfahrer profitiere.

Washington übt in den Gesprächen deshalb Druck auf Berlin aus, da die Preise für patentgeschützte Arzneimittel hierzulande deutlich niedriger sind als in den USA. Die Bundesregierung lehnt eine pauschale drastische Erhöhung der Arzneimittelpreise angesichts des Milliardendefizits in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) jedoch ab. Stattdessen will sie mit den USA Lösungen erkunden, wie hierzulande mehr in Forschung und Entwicklung investiert werden kann.

Auch die EU hat Interesse am Inhalt der Gespräche. Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi ist am heutigen Dienstag in Berlin, wo er unter anderem mit Gesundheitsministerin Nina Warken und im Kanzleramt mit dem Europaberater von Friedrich Merz, Michael Clauß, sprechen wird.

Großbritannien hat bereits ein Pharma-Abkommen mit den USA geschlossen, das britischen Herstellern den zollfreien Export von Arzneimitteln in die USA garantiert. Im Gegenzug soll das staatliche Gesundheitssystem, der NHS, mehr für US-Medikamente ausgeben.

Auf Anfrage des Magazins wollten sich weder das Gesundheits- und Wirtschaftsministerium noch das US-Gesundheitsministerium äußern.

Foto: Tabletten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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