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Sogar als Top-Richterin bist du vor Kontokündigung nicht sicher

Eine europäische Bank hat der IStGH-Richterin Beti Hohler (44) sofort das Konto gekündigt – weil die USA sie mit Sanktionen belegt haben.

Von Meinrad Müller

Plötzlich keine Kreditkarte mehr, kein Amazon, kein Airbnb, keine Apple-ID. Selbst eine hochbezahlte Beamtin mit Minister-Gehalt steht plötzlich im Regen. Dies wäre Stoff für einen Krimi, ist jedoch leider Realität.

Hohes Amt, hohes Gehalt – und trotzdem rausgeworfen

Beti Hohler aus Slowenien ist Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Das ist das berühmte Weltgericht, das die schlimmsten Verbrechen der Menschheit verfolgen soll: Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es wird von 125 Staaten getragen.

Trotzdem hat eine europäische Bank, bei der sie seit Jahrzehnten Kundin war, ihr Konto mit sofortiger Wirkung geschlossen. Innerhalb von 24 Stunden waren ihre Kreditkarten weg. Danach kam das große Aus: Amazon-Konto gesperrt, Airbnb gekündigt, PayPal blockiert, Apple-ID abgeschaltet. Plötzlich konnte sie nicht mehr auf ihre iCloud zugreifen – darunter zehn Jahre Fotos und Erinnerungen an ihren verstorbenen Vater.

Alltag wie im freien Fall

Ohne Kreditkarte wird das normale Leben zur Qual: Hotels buchen? Fast unmöglich. Ein Auto mieten? Geht gar nicht mehr. Viele Shops und Plattformen akzeptieren nur noch Kreditkarte, Apple Pay oder PayPal – alles US-Dienste, die bei ihr plötzlich nicht mehr funktionieren.

Hohler sagt selbst: „Was heute noch geht, funktioniert morgen vielleicht schon nicht mehr.“ Die Sperrungen kamen ohne jede Vorwarnung – über Nacht. Reisen ist jetzt extrem stressig, weil sie jederzeit irgendwo stranden kann.

Warum trifft es ausgerechnet die Richterin?

Die USA haben Hohler auf die Sanktionsliste gesetzt, weil sie an den Haftbefehlen gegen Israels Premier Benjamin Netanjahu und seinen Ex-Verteidigungsminister Yoav Gallant beteiligt war.

Berühmter Fall des Internationalen Strafgerichtshofs

Früher stand schon der serbische Ex-Präsident Slobodan Milošević vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Ihm wurden Massaker und ethnische Säuberungen in Bosnien, Kroatien und Kosovo vorgeworfen. Der Prozess dauerte Jahre – Milošević starb 2006 in der Untersuchungshaft, bevor ein Urteil fiel.

„Der IStGH kann zwar Haftbefehle gegen Angeklagte aus Nicht-Mitgliedstaaten wie Israel erlassen – aber er kann sie praktisch nicht festnehmen lassen. Große Mächte wie USA, China, Russland und Israel erkennen den Gerichtshof nicht an. Ihre Bürger fallen dadurch weitgehend durchs Raster.“

Europäische Banken machen mit aus Angst

Europäische Banken kündigen aus purer Angst vor US-Sanktionen sofort die Geschäftsbeziehung – selbst bei einer EU-Richterin mit Minister-Gehalt.

Das zeigt: Hohes internationales Amt schützt dich nicht, wenn du dich mit der Finanz- und Tech-Macht Amerikas anlegst.

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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