Wie käuflich ist die SZ?

"SZ-Leaks": Mitten in die Diskussion um die Lügenpresse platzt ein neuer Skandal in der Medielandschaft. Ein Ex-Redakteur der Süddeutschen Zeitung behauptet, dass das Blatt ein positives redaktionelles Umfeld schuf, um Werbekunden zu locken: Unter anderem auch Banken in der Schweiz.

 

Wie käuftlich ist die Süddeutsche Zeitung? Ex-SZ-Redakteur Sebastian Heiser will mit internen Details beweisen, dass die Süddeutsche Zeitung gezielt ein positives redaktionelles Umfeld für Werbekunden schafft. Besonders pikant: Indirekt wurden die Leser angeblich sogar zur Steuerhinterziehung aufgemuntert, indem die schöne Bankenwelt in der Schweiz beleuchtet wurde. Das alles geschah angeblich, um lukrative Werbekundschaft in der schweizer Bankszene zu akquirieren.

 

Die als "SZ-Leaks" bekannt gewordenen Infos schildert der Autor ausführlich auf seiner Webseite unter der Überschrift "Schleichwerbung für Steuerhinterziehung".

Dort beschreibt Heiser, was er während seiner Zeit als Redakteur bei der SZ erlebte und wie Anzeigenkunden die Berichterstattung beeinflussen, wie kritische Passagen aus Texten entfernt wurden und wie indirekte Anleitungen zur Steuerhinterziehung geplant und veröffentlicht wurden.

 

Seine Erlebnisse dokumentierte er teilweise mit verdeckten Tonband-Aufnahmen von Gesprächen. Diese Woche machte Heiser dies alles unter dem Schlagwort SZ-Leaks öffentlich. Als Grund für die Veröffentlichung gibt er die Diskrepanz zwischen den Enthüllungen der SZ in Sachen Steuerhinterziehung (Offshore-Leaks, Swiss-Leaks) und den Vorgängen im Sonderthemen-Ressort an.

Seine Arbeit bei dem Blatt bewertet der Ex-Redakteur in seinem Blog wie folgt:

“Ich finde meine Arbeit abstoßend und amoralisch. Und ich bin unglaublich wütend auf die Süddeutsche Zeitung, dass sie mir mein Idealbild vom Journalismus zerstört hat. Und dass sie ihre Leser betrügt und verkauft.”

 

Die SZ-Spitze geriet angesichts der Vorwürfe in Panik und versucht gegenzusteuern. Gegenüber MEEDIA äußerte sich Wolfgang  Krach, stellvertretender Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung zu den Vorwürfen:

In seinem Blog-Eintrag behauptet Sebastian Heiser, die Süddeutsche Zeitung habe im Jahr 2007 redaktionelle „Schleichwerbung für Steuerhinterziehung“ betrieben. Dies trifft nicht zu. Die Süddeutsche Zeitung hat auf einer Sonderseite zum Thema „Geldanlage im Ausland“, die am 30. Mai 2007 erschienen ist, darüber berichtet, dass nach Schätzungen der Deutschen Steuer-Gewerkschaft „deutsche Anleger im Ausland circa 350 Milliarden Euro aus unversteuerten Einnahmen angelegt haben“. „Auch die Erträge, die diese Investments abwerfen, werden oftmals dem Finanzamt vorenthalten.“ In dem Artikel mit der Überschrift „Grenzenlose Rechnung“ wird dann dargelegt, dass es neben dieser illegalen Form der Geldanlage im Ausland auch legale Anlage-Möglichkeiten gibt. Diese legalen Möglichkeiten werden in dem Text erläutert – verbunden mit dem Hinweis, dass ein Teil dieser Anlagen „erheblichen Verlustrisiken“ unterlägen. Zudem wird darauf verwiesen, dass bei den legalen Anlage-Formen im Ausland stets Steuern fällig werden, die jedoch zum Teile geringer ausfallen können als in Deutschland. Die Behauptung, der Texte betreibe „Schleichwerbung für Steuerhinterziehung“ oder „unverhohlene Werbung für Steuerhinterziehung“, ist aus Sicht der Redaktion nicht nachvollziehbar.

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