MH17 und die Lügenmärchen der Systempresse

Paul Craig Roberts: "Der Westen hat keine Zukunft weil der Westen keine Presse hat. Nur Propagandisten für Regierungs- und Konzernziele. Nur Verteidiger für deren Verbrechen. Die gekauften und bezahlten Medien halten jeden Tag die Matrix am Laufen. Und das macht die Menschen im Westen politisch impotent."

 

Von Paul Craig Roberts

Als ich damals las, dass der Bericht über den Abschuss des malaysischen Passagierjets über der Ukraine in holländische Hände gegeben wurde, da wusste ich schon, dass es keine Untersuchung geben und auf Fakten kein Wert gelegt würde.

Und so kam es auch.

 

Ich hatte nicht vor, etwas über den Bericht zu schreiben. Denn Washingtons Propaganda hat es bereits, zumindest in der westlichen Welt, geschafft, Russland die Schuld zu geben. Die falsche Wiedergabe des holländischen Berichts durch westliche Medien, wie etwa NPR (National Public Radio, Anm.d.Ü.: eine Art US-ARD), ist aber dermaßen haarsträubend, dass man die Medien als Thema nehmen muss – und nicht den Bericht.

 

Da höre ich gerade den Moskau-Korrespondenten von NPR, Corey Flintoff, wie er sagt, dass die Rakete die das Flugzeug traf, von ukrainischen Separatisten abgefeuert wurde. Denen die technischen Fähigkeiten fehlen ein solches System zu bedienen. Daher muss die Rakete von Russen abgefeuert worden sein.

 

In dem holländischen Bericht gibt es überhaupt nichts, was diesen Schluss zulässt. Entweder ist Flintoff unfähig oder er lügt. Oder er äußert einfach seine Sichtweise und nicht dir Schlüsse des Berichts.

 

Die einzige Schlussfolgerung zu der der Bericht kommt, kannten wir bereits: wenn eine BUK das Flugzeug vom Himmel holte, dann war es eine in Russland hergestellte Rakete. Der holländische Bericht sagt nicht, wer gefeuert hat.

 

Russland wird in dem Bericht tatsächlich nicht beschuldigt. Dafür beschuldigt der Bericht die Ukraine, dass sie den Luftraum über dem Kriegsgebiet nicht gesperrt haben. Anwälte haben daraufhin bereits geäußert, dass die Familien der Getöteten und Malaysia Airlines aufgrund des Berichts wahrscheinlich gegen die Ukraine wegen Fahrlässigkeit klagen werden.

In Flintoffs Bericht war davon natürlich nicht die Rede.

 

Wie ich bereits zum Zeitpunkt des Abschusses schrieb, hatten die Westmedien bereits ihre „die Russen waren’s!“-Geschichte fertig, als gerade der Abschuss berichtet wurde. Diese Geschichte war für Washington sehr nützlich. Hat es doch die europäischen Vasallen-Staaten, die vorher rumgezickt hatten, in die Sanktionen gegen Russland getrieben.


Das hat uns Washington nie erklärt und die Systempresse hat auch nie gefragt: welches Motiv hatten die Separatisten und Russland für den Abschuss einer malaysischen Boeing?

Nicht das geringste Motiv. Russlands Regierung würde so etwas nie zulassen. Putin hätte die Verantwortlichen sofort aufknöpfen lassen.

Das Washingtoner Märchen ergibt überhaupt keinen Sinn. Nur ein Idiot glaubt daran.

 

Welches Motiv könnte Washington gehabt haben? Jede Menge. Die Dämonisierung Russlands machte es den europäischen Regierungen unmöglich, die Wirtschaftssanktionen zu verhindern oder aufzuheben. Jene Sanktionen, die Washington benutzt um die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Europa und Russland kaputt zu machen.

 

Der russische Hersteller der BUK-Raketen hat bewiesen dass, falls es eine BUK war, es eine ältere Version war, die nur noch in den Beständen des ukrainischen Militärs lagern. Schon seit einigen Jahren ist das russische Militär mit einer Nachfolger-Version ausgerüstet, die ein anderes Schadensbild durch die Detonation zeigt. Der Schaden an dem malaysischen Airliner passt nicht zu der zerstörerischen Kraft einer BUK aus russischen Beständen. Die Berichte des Herstellers wurden an die holländischen Behörden übergeben. Die haben aber keine Anstrengungen unternommen, die Tests des Raketenherstellers zu wiederholen und auf ihre Korrektheit zu überprüfen. Und der holländische Bericht geht auch nicht auf ein Abschuss-Szenario mit ukrainischen Kampfjets ein. Der Bericht ist genauso wertlos wie der Bericht der 9/11-Kommission.

 

Erwarten Sie keine Bestätigung darüber in der Systempresse. Das ist nur eine Ansammlung von Menschen die für ihren Lebensunterhalt lügen.

 

Der Westen hat keine Zukunft weil der Westen keine Presse hat. Nur Propagandisten für Regierungs- und Konzernziele. Nur Verteidiger für deren Verbrechen. Die gekauften und bezahlten Medien halten jeden Tag die Matrix am Laufen. Und das macht die Menschen im Westen politisch impotent.

 

Die Medien des Westens besitzen keine Unabhängigkeit. Ein Journalist einer großen deutschen Tageszeitung hat ein Buch geschrieben, einen Bestseller in Deutschland. Darin schreibt er, dass nicht nur er der CIA als ein zuverlässiger Lieferant diente, sondern alle bedeutenden europäischen Journalisten genauso.

Sein Buch wurde natürlich in Amerika nicht übersetzt und veröffentlicht.

 

NPR, wie alle westlichen Medien, hat seine Integrität verloren. NPR beansprucht, von Lesern unterstützt zu werden. In Wahrheit wird es von Unternehmen unterstützt. Beachten Sie die Werbung: “NPR wird von xy-Unternehmen unterstützt , das Ihnen dieses oder jenes Produkt oder Dienstleistung verkaufen möchte.”

 

Die Bush-Regime zerstörte NPR durch die Ernennung von zwei republikanischen Ideologinnen, die die öffentliche Wirkung von NPR beaufsichtigen. Den beiden ist es gelungen, Arbeitsplatzsicherheit zu schaffen statt integre Berichterstattung, das Motiv der NPR Journalisten.

 

Als eine Person, die mit Präsident Reagan dafür arbeitete, den Kalten Krieg und die damit verbundene nukleare Bedrohung zu beenden, bin ich darüber bestürzt, dass die Westmedien das Leben auf Erden im Stich lassen, indem sie die Aussicht auf ein nukleares Harmagedon wiederbeleben.

 

Paul Craig Roberts (* 3. April 1939) ist ein US-amerikanischer Ökonom und Publizist. Er war stellvertretender Finanzminister während der Regierung Reagan und ist als Mitbegründer des wirtschaftspolitischen Programms der Regierung Reagans (“Reaganomics”) bekannt. Er war Mitherausgeber und Kolumnist des Wall Street Journal, Kolumnist von Business Week und dem Scripps Howard News Service. Er wurde bei 30 Anlässen über Themen der Wirtschaftspolitik im Kongress um seine Expertise gebeten.

Übersetzung von FritztheCat

Original-Artikel: The MH-17 ‘Report’ — Paul Craig Roberts

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