Irland will Zahlungsaufschub

Irischer Zentralbankchef Honohan fordert Zahlungsaufschub. Die irische Regierung soll in den kommenden zehn Jahren in Raten Nothilfen der Zentralbank von rund 31 Milliarden Euro zurückbezahlen.

 
 
Der irische Zentralbankgouverneur Patrick Honohan fordert bei der Bewältigung der hohen Bankenaltlasten seines Landes einen Zahlungsaufschub. „Wir brauchen mehr Zeit“, sagte Honohan in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Samstagausgabe). Die irische Regierung soll in den kommenden zehn Jahren in Raten Nothilfen der Zentralbank von rund 31 Milliarden Euro zurückbezahlen. Diese Belastungen kämen jedoch „zum falschen Zeitpunkt“, sagte Honohan. Sie erschwerten die vollständige Rückkehr Irlands als Emittent an den Anleihemarkt.

Die Rückzahlungsfrist für die Notenbankhilfe müsse deshalb „erheblich verlängert“ werden. Dafür benötigen die Iren allerdings die Zustimmung der Europäischen Zentralbank, die einen solchen Zahlungsaufschub bisher ablehnt. Honohan sagte der F.A.Z., eine Einigung in den langwierigen Verhandlungen sollte möglichst bis Ende März erzielt werden. Dann muss die irische Regierung nach dem bisherigen Rückzahlungsplan die nächste Milliardenrate überweisen. Irland gilt unter den Krisenländern in der Eurozone bisher als größter Hoffnungsträger. Die Risikoprämien auf irische Staatsanleihen sind seit dem Sommer 2011 stark gefallen.

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