Invasion in Ostukraine?

Klitschko warnt vor russischer Invasion in Ostukraine. "Ich erinnere mich noch gut, wie westliche Politiker damals auf die Lügen Russlands hereingefallen sind. Putin sagte, dass Russland Keine Truppen auf die Krim geschickt habe - und die USA und Europa wollten ihm glauben".

 

Der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko hat vor einer russischen Invasion in der Ostukraine gewarnt und den Westen zu entschiedenem Handeln aufgefordert. "Die westliche Welt muss jetzt entschiedener reagieren als zu Beginn der Krim-Krise", schreibt Klitschko in einem Gastbeitrag für die "Bild-Zeitung" (Dienstag).

"Ich erinnere mich noch gut, wie westliche Politiker damals auf die Lügen Russlands hereingefallen sind. Putin sagte, dass Russland Keine Truppen auf die Krim geschickt habe - und die USA und Europa wollten ihm glauben", so Klitschko. "Wir brauchen jetzt neben der Androhung von weiteren Sanktionen ein geschlossenes Handeln. Der Westen muss deutliche Worte finden und weitere Zeichen der Unterstützung, wenn Russland mit den zehntausenden Soldaten an der Grenze zur Ukraine tatsächlich den Einmarsch planen sollte."

Klitschko schreibt in dem Beitrag weiter: "Wenn ich die Bilder aus der Ostukraine sehe, dann denke ich sofort an die Krim: Das, was im Februar mit vermeintlichen Protesten begann, war in Wahrheit eine russische Invasion - und die befürchten wir jetzt auch in Donezk, Charkiw und Lugansk."

Die Kämpfer, die am Sonntag in ukrainische Regierungsgebäude eingedrungen sind, gingen wie ausgebildete Soldaten vor, taktisch perfekt geschult, vermummt und mit Kalaschnikows bewaffnet. "Wir müssen also davon ausgehen, dass erneut die russische Regierung dahinter steckt. Und sie wie auf der Krim mit gezielten Provokationen ukrainisches Territorium erobern will", schreibt Klitschko. "Die Strategie ist dabei die gleiche: Sie sorgen für Unruhe, wollen ein illegales Referendum und tun dann so, als hätten sie die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich."

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