Am 23. März hat die Trump-Regierung der EU ein knallhartes Ultimatum hingeknallt: Entweder das EU-Parlament stimmt diese Woche dem 750-Milliarden-Dollar-Energie-Deal ohne Änderungen zu oder der Vorzugspreis für amerikanisches Flüssiggas ist Geschichte!
Von Meinrad Müller
Ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst
US-Botschafter Andrew Puzder machte gegenüber der Financial Times glasklar: Ohne Zustimmung zum Deal droht Europa der Verlust des günstigen Zugangs zu billigem amerikanischem Flüssiggas. Übersetzt: Zahlt mehr oder friert! Für die Industrie bedeutet das saftige Produktionskostensteigerungen. Für den Normalbürger: höhere Gas- und Stromrechnungen jeden Monat. Bis zu 30 Prozent teurer, rechnen Experten vor.
Europa am Tropf der USA
Trump spielt sein Spiel mit eiskalter Präzision. Wer den längeren Hebel hat, bestimmt die Regeln. Und der Hebel steckt gerade tief in Europas Energieversorgung. Die Europäer haben sich diese Lage selbst eingebrockt. Die Nord-Stream-Pipeline liegt sabotiert auf dem Meeresgrund, man könnte sagen, sie wurde von besonders fleißigen Heringen angenagt und zerlegt. Russisches Gas wurde aus politischen Gründen abgedreht, und teures amerikanisches Fracking-Gas wurde zur neuen strategischen Partnerschaft erklärt. Jetzt wird genau dieses Gas als Knüppel benutzt.
Die bittere Selbstverschuldung
Die Europäer haben jahrelang versucht, von russischem Gas wegzukommen und auf amerikanisches umzusteigen, nur damit die USA genau dieses Gas jetzt als Druckmittel einsetzen. Die EU hat sich freiwillig vom russischen an den amerikanischen Tropf gehängt und wundert sich jetzt, dass Washington daran zieht.
Deutschland zahlt die Zeche
Für Deutschland ist das besonders bitter. Höhere Gaspreise treiben Strom, Heizung, Lebensmittel und alles andere weiter nach oben. Am Ende zahlt wieder der kleine Mann am Heizkostenzähler. Und die große Pointe: Ein Teil des amerikanischen Gases kommt weiterhin aus Russland, nur umständlich verschifft, teurer und neu etikettiert.
Währenddessen labern die Brüsseler Eliten weiter von strategischer Eigenständigkeit. Klingt toll. Zahlt sich nur leider nicht aus. Die Realität ist brutal einfach: Wer die Energie liefert, macht die Politik. Und 2026 sitzt der wahre Chef nicht in Brüssel, sondern im Weißen Haus.
Europa hat die Wahl: Weiter brav zahlen und kuschen oder endlich aufwachen und eigene Energiepolitik machen. Bislang sieht es eher nach Zahlen aus.
Deshalb gilt der Satz, der früher wie eine Übertreibung klang, heute als nüchterne Feststellung:
Der Präsident der EU heißt Donald Trump.
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