Mitten in der angespannten Lage des Iran-Kriegs ist ein Boeing 737-400-Frachtflugzeug der K2 Airways über dem Arabischen Meer verschwunden. Die Maschine stürzte nach dramatischem Höhenverlust ins Meer. Alle fünf Besatzungsmitglieder gelten als verschollen.
Von Meinrad Müller
Eine Beeinflussung durch militärische elektronische Störungen im Rahmen des aktuellen Konflikts kann nicht ausgeschlossen werden.
Navigationsnot und rasanter Absturz
Die Crew meldete kurz vor dem geplanten Landeanflug eine schwere Störung des Navigationssystems und bat um Kursunterstützung. Wenige Minuten später zeigte das Radar einen plötzlichen Rechtskurs und einen extremen Sinkflug mit über 22.400 Fuß pro Minute. Der letzte Kontakt erfolgte bei nur noch 1.100 Fuß Höhe. Die Maschine stürzte rund 280 km westlich der iranischen Küste ins Meer.
Kriegssituation als möglicher Risikofaktor
Es wird vermutet, dass die aktuelle Kriegssituation im Iran-Konflikt die elektronische Flugzeugsteuerung und Navigation beeinflusst haben könnte. Die Region um den Golf von Oman und das Arabische Meer ist durch intensive militärische Aktivitäten, Drohnen- und Raketenoperationen sowie elektronische Kriegsführung (Jamming) stark belastet. Solche Störungen können Navigationssysteme und Autopiloten massiv beeinträchtigen.
Erhöhtes Risiko für den Flugverkehr
Flüge in die Golf-Region gelten derzeit als deutlich risikoreicher. Inwieweit der Verkehr Richtung Dubai und Sharjah darunter leidet, ist noch nicht abschließend geklärt. Erste Airlines prüfen jedoch alternative Routen und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen. Versicherungsprämien für Nahost-Flüge sind in den vergangenen Monaten bereits deutlich gestiegen.
Pakistan hat eine großangelegte Suchaktion gestartet. Wrackteile wurden bislang nicht gefunden. Die Untersuchung läuft.



