Einen Tag vor dem Auslaufen der MiCA-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 ist im europäischen Krypto-Markt ein Wettbewerb um Neukunden entbrannt.
Börsen ohne gültige EU-Lizenz dürfen ab diesem Datum keine Krypto-Dienstleistungen mehr für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum anbieten – ein laufender Lizenzantrag genügt laut Wertpapieraufsicht ESMA ausdrücklich nicht.
Den Verdrängungswettbewerb befeuerte zuletzt der Rückzug von Binance: Die größte Krypto-Börse der Welt stellt ab dem 1. Juli bestimmte EU-Dienste ein und nimmt vorerst keine Neuregistrierungen mehr an. Lizenzierte Anbieter nutzen das offensiv. OKX wirbt mit einem Einzahlungsbonus von acht Prozent (bis 20.000 Euro) und bis zu 400 Euro Willkommensbonus für Neukunden, Coinbase mit fünf Prozent Transfer-Bonus. Auch Kraken, Bitvavo und Bitpanda locken mit Aktionen.
Für deutsche Anleger lief der entscheidende Stichtag bereits Ende 2025 ab. Wer Guthaben bei einer nicht lizenzierten Börse hält, sollte deren Status prüfen und im Zweifel rechtzeitig wechseln. MiCA reguliert die Anbieter, nicht den privaten Besitz von Kryptowährungen.
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