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FDP "nicht offen" für Gespräche zur Schuldenbremse mit Merz


Logo der FDP-Bundestagsfraktion (Archiv), über dts NachrichtenagenturNach dem Vorstoß von CDU-Chef Friedrich Merz, eine mögliche Reform der Schuldenbremse noch mit dem alten Bundestag durchzusetzen, zeigt sich die scheidende FDP-Fraktion nicht gesprächsbereit. "Wir bleiben bei unserer Haltung zur Schuldenbremse, sie ist für uns nicht verhandelbar", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, Stephan Thomae, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. "Wir sind in dieser Hinsicht auch nicht offen für Gespräche. In der Phase großer internationaler Unsicherheit sollten wir darauf achten, dass der europäische Kontinent wirtschaftlich stabil bleibt. Mit der Aufnahme von mehr Schulden ist die Stabilität des europäischen Wirtschaftsraums in Gefahr", warnte Thomae.

Merz hatte am Montag in den Raum gestellt, mit den Fraktionen von SPD, Grünen und FDP aus dem alten Bundestag, nochmal über Finanzierungsfragen der Bundeswehr zu sprechen. "Ich finde es fragwürdig, dass Friedrich Merz entgegen seiner Wahlversprechen solche weitreichenden Themen wie eine Änderung der Schuldenbremse oder auch ein Sondervermögen für die Bundeswehr angehen will, bevor er überhaupt in Regierungsverantwortung ist", sagte Thomae. Für Reformen der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse oder Ausnahmen davon zur Errichtung kreditfinanzierter Sondervermögen wird eine Zweidrittelmehrheit benötigt. Dafür reichen im neu gewählten Parlament aber die Stimmen von CDU/CSU, SPD und Grünen - anders als bislang - nicht mehr aus. Die FDP gehört dem künftigen Bundestag nicht mehr an. Für die Liberalen ist eine solche Entscheidung des scheidenden Bundestags aber auch eine Legitimationsfrage: "Nach den Wahlergebnissen vom Sonntag verbietet es der Respekt vor dem Wähler für die FDP auch, an solch weitreichenden Entscheidungen mitzuwirken, ehe der neue Bundestag zusammentritt", sagte Thomae. Er sagte außerdem: "Das Sondervermögen 2022 haben wir beschlossen, weil es durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine eine unerwartete Lage gab, die Handlungsfähigkeit erforderte. Die gibt es jetzt nicht, alles ist kalkulierbar. Mehr Geld für die Bundeswehr sollte also im Haushalt abgedeckt sein und nicht über neue Schulden, die dann die Steuererhöhungen von morgen sind."

Foto: Logo der FDP-Bundestagsfraktion (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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