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Bahn-Chefin erwartet "schwieriges Jahr" bei der Pünktlichkeit


Die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla erwartet keine schnelle Verbesserung bei den Verspätungen im Fernverkehr. "2026 wird noch mal ein schwieriges Jahr bei der Pünktlichkeit", sagte sie der Wochenzeitung "Die Zeit".

Nur 60 Prozent aller Fernzüge kamen im vergangenen Jahr mit weniger als sechs Minuten Verspätung an, was die Bahn als pünktlich wertet. "Es geht 2026 erst einmal darum, dass es nicht noch schlimmer wird, dass wir uns auf diesem Niveau stabilisieren, so schmerzhaft das auch klingt", so Palla. Sie kündigt an: "Alle im Konzern werden jetzt konsequent an der Pünktlichkeit gemessen."

Große Probleme bereiteten laut Palla Weichen, Oberleitungen und Stellwerke, die ihre Lebensdauer überschritten hätten und plötzlich ausfielen. Dazu kämen viele Verspätungen wegen des vielen Schnees und des Wintersturms. Für Verspätungen sorgten aber vor allem die rund 28.000 Baustellen, die für dieses Jahr erwartet werden.

Palla kündigte an, die Bahn werde ab 2027 im Fahrplan mehr Zeit für Bauarbeiten reservieren, damit es zu weniger Verspätungen kommt. "Wir planen auf bestimmten Strecken zum Beispiel alle vier Wochen eine Sperrung ein, und in dieser Zeit wird dort dann alles repariert, was eben so anfällt." Bislang sind nur 30 Prozent der Baustellen im Fahrplan berücksichtigt, künftig sollen es 70 Prozent sein. Die Sanierung des Schienennetzes bezeichnete Palla "als täglichen Wettlauf". Die Bahn kämpfe dagegen an, "dass die Infrastruktur nicht schneller verfällt, als wir sie reparieren und erneuern können".

Foto: ICE (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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