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Russland verstärkt Angriffe auf ukrainische Infrastruktur wieder


Einen Tag vor den geplanten Friedensgesprächen in Abu Dhabi hat die Ukraine erneut heftige russische Luftangriffe gemeldet.

Russland habe in der Nacht mehr als 500 Drohnen und Raketen auf Städte in der Ukraine abgefeuert, teilte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha am Dienstag mit. Demnach handelte es sich um 450 Drohnen und mehr als 60 Raketen. Bei den Angriffen wurden Wohnhäuser und Energieanlagen in mehreren Städten getroffen, während die Temperaturen auf bis zu minus 20 Grad Celsius sanken. In Kiew sind etwa 1.170 Wohngebäude ohne Heizung, teilte der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, mit.

Sybiha sagte, dass Wladimir Putin die Angriffe trotz eines Versprechens Moskaus, die Angriffe auf Energieinfrastruktur vor den trilateralen Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA einzustellen, fortgesetzt habe. Putin habe auf den Temperaturabfall gewartet und Drohnen sowie Raketen gehortet, um seine "genozidalen Angriffe" gegen das ukrainische Volk fortzusetzen, so der Außenminister.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab an, dass bei den nächtlichen Angriffen mindestens neun Menschen verletzt wurden. Das ukrainische Verteidigungsministerium erklärte, dass die Angriffe auf zivile Ziele gerichtet waren, darunter Wohnhäuser, Energieanlagen und ein Kindergarten. In Kiew brachen Brände aus, und Flammen schlugen aus den oberen Stockwerken eines Gebäudes.

Derweil traf Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch in Kiew ein. Rutte hielt zunächst eine Rede vor dem ukrainischen Parlament, später sind Gespräche mit Selensky geplant.

Foto: Ukrainische Flagge in Kiew (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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