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Hate-Aid-Leiterin fordert Standhaftigkeit bei Social-Media-Regeln


Die von US-Sanktionen betroffene Co-Geschäftsführerin der Organisation Hate-Aid, Anna-Lena von Hodenberg, fordert von den Europäern Standhaftigkeit bei Social-Media-Regeln.

"Wir sind nur ein Spielball", sagte sie der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe) mit Blick auf die Einreiseverbote gegen sie und ihre Kollegin Josephine Ballon. "Den USA geht es um die Drohgebärde, damit Tech-Milliardäre wie Musk keine Bußgelder zahlen müssen. Ich reise lieber nie wieder in die USA, als dass ich mit ansehen muss, wie wir Europäer uns von den Amerikanern erpressen lassen."

Von Hodenberg fügte hinzu: "Die Bundesregierung und die EU müssen den USA klarmachen: Wenn eure Unternehmen bei uns Milliarden-Gewinne machen wollen, dann müssen sie das nach unseren Regeln tun. Was mir am meisten Angst macht, ist, dass der Digital Service Act einfach ausgesetzt wird, weil man die Amerikaner so sehr fürchtet."

Zugleich bereitet sich Hate-Aid auf die Möglichkeit vor, dass Washington noch schärfere Sanktionen verhängt. "Seit Januar machen Josephine Ballon und ich nichts anderes, als herauszufinden, wie wir uns neu aufstellen, damit wir auch bei Verschärfung der Sanktionen unsere Arbeit machen können. Wir sichern unsere Daten und haben unser PayPal-Konto leergeräumt. Hate-Aid ist eine Organisation mit 60 Mitarbeitenden, die wir bezahlen müssen - auch das haben wir umorganisiert."

Von Hodenberg sagte: "Solche Sanktionen können die privatesten Bereiche treffen: Ich habe etwa meine Fotos von Google heruntergeladen und anderweitig gespeichert, außerdem wichtige Dokumente in meinem E-Mail-Account. Von den Einreiseverboten sind auch unsere Familien betroffen - nur wissen wir nicht, wer als Familie gilt: nur die unmittelbaren oder auch entfernte Verwandte?"

Foto: Anna-Lena von Hodenberg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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