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Auftragseingang der Industrie im Januar gesunken


Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt um 11,1 Prozent gesunken. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,4 Prozent niedriger als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Montag mitteilte.

Dies zeigt das maßgeblich durch Großaufträge beeinflusste hohe Niveau im Dezember 2025, als der Auftragseingang den höchsten Wert seit Februar 2022 erreicht hatte. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von November 2025 bis Januar 2026 um 7,4 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge stieg er um 1,5 Prozent. Die Ergebnisse für das Saarland lagen für die Berechnung des Bundesergebnisses für Januar 2026 nicht rechtzeitig vor und wurden daher geschätzt. Im Dezember 2025 stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber November 2025 um 6,4 Prozent (vorläufiger Wert +7,8 Prozent).

Nach dem sehr hohen Volumen an Großaufträgen im Dezember 2025 haben sich die Auftragseingänge im Januar 2026 in mehreren Branchen des Verarbeitenden Gewerbes wieder normalisiert. Dies zeigt sich besonders bei den Neuaufträgen in der Herstellung von Metallerzeugnissen, die im Vormonatsvergleich saison- und kalenderbereinigt um 39,4 Prozent abnahmen. Im Dezember 2025 war der Auftragseingang in diesem Bereich noch um 29,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen.

Auch die Rückgänge im Maschinenbau (-13,5 Prozent) und in der Metallerzeugung und -bearbeitung (-15,1 Prozent) sind auf das geringere Volumen an Großaufträgen im Januar 2026 zurückzuführen. Positiv auf das Gesamtergebnis wirkten sich hingegen die Anstiege der Auftragseingänge in der Automobilindustrie (+10,4 Prozent) sowie im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge; +9,2 Prozent) aus.

Bei den Investitionsgütern lag der Auftragseingang im Januar 2026 um 14,1 Prozent niedriger und bei den Vorleistungsgütern um 7,9 Prozent niedriger als im Vormonat. Bei den Konsumgütern stieg er um 0,1 Prozent.

Die Auslandsaufträge sanken im Januar 2026 um 7,1 Prozent. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 7,3 Prozent und die Aufträge von außerhalb der Eurozone um 7,1 Prozent. Die Inlandsaufträge lagen um 16,2 Prozent niedriger.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Januar 2026 saison- und kalenderbereinigt 1,5 Prozent höher als im Vormonat, so die Statistiker weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 war der Umsatz kalenderbereinigt 1,3 Prozent höher. Für Dezember 2025 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber November 2025 (vorläufiges Ergebnis: -1,4 Prozent).

Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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