AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Ifo-Institut erwartet 2026 Wachstum um 0,8 Prozent


Das Ifo-Institut prognostiziert für die deutsche Wirtschaft für dieses Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,8 Prozent.

Für das kommende Jahr erwarten die Konjunkturforscher ebenfalls 0,8 Prozent Wachstum, wie das Münchener Institut am Donnerstag mitteilte. "Während ein massiver Energiepreisschock durch den Nahost-Konflikt die Konjunktur bremst, stützt eine stark expansive Finanzpolitik das Wachstum. Die Wirtschaft steht konjunkturell im Zeichen gegensätzlicher Kräfte", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Der Energiepreisschock bremst die Konjunktur laut Ifo-Institut um jeweils 0,4 Prozentpunkte in beiden Jahren, während die expansive Finanzpolitik mit massiven Mehrausgaben für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung je 0,5 Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum beitragen.

Im laufenden zweiten Quartal wird die Erholung, die im vergangenen Jahr einsetzte, nach Einschätzung von Wollmershäuser pausieren. "Die deutsche Wirtschaft wird vorübergehend stagnieren, nicht aber in eine Rezession fallen", so Wollmershäuser. "Ab dem dritten Quartal 2026 dürfte sich die Erholung wieder fortsetzen und zum Jahresende beschleunigen, sofern sich der Nahost-Konflikt tatsächlich entspannt."

Das derzeitige Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ist laut Ifo-Institut teuer erkauft. So werde sich das Finanzierungsdefizit des Staates deutlich verschärfen - von 2,8 Prozent 2025 auf 4,1 Prozent 2026 und 4,9 Prozent 2027. Der Bruttoschuldenstand werde bis 2027 auf etwa 68 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Auch die realen Kosten des Energiepreisschocks infolge des Iran-Kriegs seien erheblich: Deutschland verliere durch die stark gestiegenen Preise für importierte Energie rund 34 Milliarden Euro an Kaufkraft in diesem und im kommenden Jahr, heißt es in der Prognose. Die Inflationsrate werde 2026 auf 2,9 Prozent ansteigen und 2027 nur wenig auf 2,7 Prozent zurückgehen.

Der längerfristige Ausblick der ifo-Konjunkturforscher fällt wenig optimistisch aus. So dämpften der demografische Wandel und die schwache Produktivitätsentwicklung das Potenzialwachstum auf historisch niedrige 0,1 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts. Die aktuellen staatlichen Impulse wirkten zwar kurzfristig stabilisierend, aber überwiegend strukturerhaltend. "Um das Wachstumspotenzial nachhaltig zu steigern, bedarf es tiefgreifender Reformen, die aus einer staatlich gestützten Atempause ein dauerhaftes, eigenständiges Wirtschaftswachstum machen", sagte Wollmershäuser.

Die Prognose geht davon aus, dass sich der Nahost-Konflikt in den kommenden Wochen entspannt und die Straße von Hormus geöffnet wird. Der angenommene Verlauf der Energiepreise orientiert sich an den durchschnittlichen Terminmarktnotierungen im Mai 2026. In diesem Fall sollte der Rohölpreis bereits ab dem dritten Quartal 2026 wieder sinken und Ende des Jahres 2027 etwas weniger als 80 US-Dollar kosten. Seit dem Abkommen vom vergangenen Wochenende deuten die Terminmarktnotierungen auf ein schnelleres Sinken der Energiepreise hin. Dann dürfte auch die Inflationsrate schneller zurückgehen und das Wachstum höher ausfallen. Es könnte aber auch sein, dass das Abkommen vom Wochenende keinen Bestand hat und der Konflikt erneut eskaliert. Dann blieben die Energiepreise hoch und die konjunkturellen Bremsspuren fielen größer aus.

Foto: Chemie-Anlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.