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Vogelgrippe H5N1 erstmals in Australien nachgewiesen


Die H5N1-Variante der Vogelgrippe ist erstmals in Australien nachgewiesen worden. Das teilte das australische Landwirtschaftsministerium am Samstag mit. Damit ist die hochansteckende Variante nun auf jedem Kontinent der Erde angekommen.

Landwirtschaftsministerin Julie Collins gab bekannt, dass der Erreger bei einem Zugvogel nachgewiesen wurde, der an einem abgelegenen Strand im Süden von Westaustralien angespült wurde. Der Vogel, eine Braunskua, wurde am Sonntag am Strand des Cape Le Grand Nationalparks in der Nähe von Esperance gefunden.

Bislang war Australien der einzige Kontinent, auf dem der H5N1-Erreger nicht aufgetreten war. Der Stamm verbreitet sich rasch in Geflügel- und Wildvogelbeständen. Infektionen beim Menschen sind weiterhin selten.

"Wir wussten alle, dass wir nicht für immer vogelgrippefrei bleiben würden", sagte Collins. Sie sprach zudem von einem zweiten Verdachtsfall: Ein erschöpfter Südsturmvogel wurde an einem Strand in Esperance gefunden. Es gebe jedoch derzeit "keine Hinweise auf ein Massensterben".

Die Chefveterinärin Beth Cookson erklärte, die Behörden hätten sich lange auf dieses Ereignis vorbereitet. Der Ausschuss für Notfalltierkrankheiten trat zusammen, um die Reaktion zu besprechen. Die Öffentlichkeit wurde aufgefordert, den Kontakt mit kranken oder toten Vögeln zu vermeiden und Sichtungen der Notfall-Hotline zu melden.

Der weltweit bei Wildvögeln verbreitete Hauptstamm ist als H5N1 bekannt. Er trat erstmals Ende der 1990er Jahre in China auf. Die Bedrohung durch die Vogelgrippe betrifft auch Meeresäugetiere, die besonders anfällig für diese Krankheit sind.

Foto: Fahne von Australien (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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