Deutschland: Ramsch?

Auch wenn Deutschland noch als Musterbeispiel innerhalb der Eurozone gilt, sind die Schwächen nicht zu verkennen. Selbst in einem Ausnahmejahr wie 2011, in dem die Konjunktur boomte und die Steuereinnahmen Rekordstände erreicht haben, hat es der Bundeshaushalt nicht mal zu einem ausgeglichenen Ergebnis geschafft.

 

von Roland Klaus

Die Aufregung um die wahrscheinlich bevorstehende Herabstufung der deutschen Kreditwürdigkeit durch Moody´s ist lächerlich. Selbst wenn die Rating-Agenturen Deutschland das begehrte AAA-Rating entziehen sollten, wäre damit nur ein erster Schritt in Richtung einer realistischen Bewertung getan. Machen wir uns nicht vor: Auch wenn Deutschland noch als starker Mann und Musterbeispiel innerhalb der Eurozone gilt, sind die Schwächen bei genauerem Hinsehen nicht zu verkennen. Selbst in einem Ausnahmejahr wie 2011, in dem die Konjunktur in vielen Branchen boomte und die Steuereinnahmen Rekordstände erreicht haben, hat es der Bundeshaushalt nicht mal zu einem ausgeglichenen Ergebnis geschafft.


Stattdessen wurde Finanzminister Schäuble Anfang des Jahres für das Haushaltsdefizit von „nur“ einem Prozent gefeiert, als habe er eigenhändig die Eurokrise beendet. Vergleichen wir das mal mit der Unternehmenslandschaft: Welches Rating würde wohl ein Unternehmen erhalten, das trotz solider Nachfrage nach seinen Produkten seit mehreren Jahrzehnten nicht in der Lage ist, einen Gewinn zu erwirtschaften? Ein Unternehmen, das sein Überleben dadurch sichert, dass es immer wieder neue Kredite bekommt und mittlerweile einen Schuldenberg vor sich herschiebt, der in etwa dem drei- bis vierfachen seines Umsatzes entspricht (wobei wir die Steuereinnahmen des Staates einfach mal als Gegenstück zum Umsatz eines Unternehmens betrachten wollen). Welche Kreditwürdigkeit würde ein solches Unternehmen also haben? Nun, zunächst einmal wäre eine solche Firma in der realen Wirtschaft mit großer Wahrscheinlichkeit schon längst pleite. Aber selbst, wenn sie überlebt hätte, würde sie von den Rating-Agenturen sicher nicht als AAA oder AA eingestuft werden, sondern irgendwo im Bereich, der als „Ramsch“ bezeichnet wird.


Mal angenommen, es sei zudem relativ klar abzusehen, dass in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Nachfrage nach den Produkten dieses Unternehmen sinken wird und gleichzeitig die Kosten für die Produktion steigen werden. Wäre das ein AAA-Rating wert? Genau das ist aber bei fast allen europäischen Staaten und vor allem auch bei Deutschland der Fall. Durch die demografische Entwicklung, die ziemlich genau vorgezeichnet ist, werden sich die Kosten der Sozialsysteme massiv erhöhen. Gleichzeitig wird die Zahl der Erwerbstätigen und damit der Steuerzahler sinken.


Natürlich ist es so, dass Länder, anders als Unternehmen, trotz desaströser Bilanzkennziffern nicht einfach von der Bildfläche verschwinden. Wenn sie vorwiegend in eigener Währung verschuldet sind und eine willfährige Notenbank an ihrer Seite haben, die mit frisch gedrucktem Geld den Staat finanziert, dann werden sie ihre Schulden auch zurückbezahlen. In Großbritannien, Japan und den USA läuft es seit Jahren genau so. Allerdings gleicht diese Vorgehensweise eher einem Schneeballsystem denn einer soliden Finanzierung und hat mit Sicherheit kein AAA verdient.

 

Wirtschaftliche Selbstverteidigung: Schützen Sie sich und Ihre Familie vor Eurokrise, Inflation und Staatsverarmung

In meinem Buch „Wirtschaftliche Selbstverteidigung“ habe ich ein alternatives Rating der kleinen unabhängigen Ratingfirma Weiss vorgestellt, die meiner Meinung nach mit ihren Einschätzungen wesentlich näher an der Realität dran ist als die großen Agenturen wie S&P und Moody´s. Bei Weiss kassiert Deutschland mit „C+“ nur eine mittelmäßige Bewertung. Die USA und Großbritannien liegen sogar noch schlechter. Im A-Bereich finden sich vorwiegend – auch im demografischen Sinne – wachsende Staaten in Südostasien wie Malaysia, Thailand und Südkorea.

www.wirtschaftliche-selbstverteidigung.de

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube



Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

Wikifolios

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

Kleinanzeigen:

Die Duftsensation
10% Rabatt code: e9xyvch5
https://len-fragrance.com/

Höre Gottes Wort
Pastor Johannes Matutis
https://berliner-predigten.de

Italien Spitzen-Balsamico
Original, der Beste, 25 Jahre
https://balsamico.shop/de/

 

WERBEN auf MMnews

 

Net-Tipps
Der klare Blick
Medizin News
Aktuelle Presse

Der Absturz der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sorgt hinter den Kulissen offenbar für Kontroversen. In der Präsidiumssitzung der SPD am Montag soll sich Parteichef [ ... ]

Schalkes Aufstiegscoach will wieder auf Co-Trainerposten

Mike Büskens, Interimstrainer des FC Schalke 04, will nach der erfolgreichen Saison wieder zum Co-Trainer herunterstufen. "Das ist das, was ich will, wo ich mich wohlfühle", sagte er dem "Kicker". [ ... ]

Justizminister fordert mehr Sensibilität für LGBT-Straftaten

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will Straftaten gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen stärker verfolgen. Es sei "mehr Sensibilität für [ ... ]

EU kündigt neue humanitäre Hilfe für Palästinenser an

Die EU hat humanitäre Hilfe in Höhe von 25 Millionen Euro für die Palästinensergebiete angekündigt. Das Hilfspaket solle die Grundbedürfnisse bedürftiger Palästinenser [ ... ]

Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen gegen Essener Schüler

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den 16-jährigen Schüler übernommen, der einen Terroranschlag in Essen geplant haben soll. Hintergrund sei die "besondere Bedeutung des Falls", [ ... ]

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) wird auf lange Sicht im Geschäftsbereich von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) bleiben und nicht in die Zuständigkeit von Bundesbauministerin [ ... ]

DAX auch am Mittag im Minus - China-Daten belasten

Die Börse in Frankfurt hat auch am Montagmittag Kursverluste verzeichnet: Gegen 12:35 Uhr wurde der DAX mit rund 13.945 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Minus von 0,6 Prozent gegenüber [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2022 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.