
Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.100 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
"Der Krieg im Nahen Osten war nur für wenige Stunden aus den Köpfen der Anleger verschwunden", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Der Iran will nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit den USA nicht weiter verhandeln, wodurch sich eine erneute militärische Eskalation in der Region abzeichnet."
"Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie weit und schwer der Weg zu einem Frieden ist. Warum soll es jetzt einfacher werden? Eine Lösung für die Atomambitionen des Iran bleibt in den kommenden 60 Tagen eine genauso große Hürde in den Gesprächen wie die Marke von 25.000 Punkten für den Dax."
"Bereits in Asien nahmen deshalb die Investoren Gewinne mit. Die Ölpreise legen zunächst nur leicht zu und spiegeln die Stresssituation im Nahen Osten bislang nicht wider. Noch geht man am Markt von einer diplomatischen Lösung aus und sieht die Interaktionen und Forderungen des Iran als Säbelrasseln an."
"Der heutige Handelstag dürfte vom dreifachen Verfallstermin an den europäischen Terminbörsen geprägt sein, der sich durch ein höheres Handelsvolumen und eventuell eine höhere Volatilität bei Einzelwerten auszeichnen könnte. Die Anleger in den USA haben diesen Termin schon hinter sich und bleiben dem heutigen Handel feiertagsbedingt fern. Dadurch dürfte sich auch das Geschehen in Frankfurt spätestens am Nachmittag dann wieder beruhigen."
"Die Aufgabe für den Dax bleibt klar: Der Index muss die 25.000er-Marke nachhaltig überwinden, um den Weg zum Allzeithoch freizumachen. Andererseits droht bei einem erneuten Abprall ein stärkeres Abrutschen noch vor der Sommerpause", sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1445 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8737 Euro zu haben.
Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.153 US-Dollar gezahlt (-1,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 116,66 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 80,17 US-Dollar, das waren 32 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur



