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Dax weiter schwach - Korrekturen bei Technologiewerten


Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 24.885 Punkten berechnet, dies entspricht einem Minus von 1,0 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten SAP, die Deutsche Telekom und Qiagen, am Ende Infineon, Hochtief und Siemens Energy.

"Im Gleichschritt mit den sich vorbörslich ankündigenden Verlusten in New York baut auch der Dax sein Minus aus und taucht wieder deutlicher unter die Marke von 25 000 Punkten ab", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Eine potenzielle Entspannung im Nahost-Konflikt sei in die Kurse eingepreist und falle als positiver Impulsgeber aus. "Gleichzeitig besteht das Risiko, dass während der vereinbarten Verhandlungszeit von 60 Tagen schon der kleinste Zwischenfall im Nahen Osten zu einer erneuten Eskalation führen kann. Die Gemengelage gleicht einem Pulverfass mit sehr kurzer Lunte."

Zusätzlich drückten die erkennbaren Korrekturerscheinungen bei den Technologiewerten auf die Stimmung, so Lipkow weiter. "Allein die Aktien von SpaceX haben in den vergangenen Handelstagen 35 Prozent vom Hoch nach dem Börsengang verloren. Dadurch sind rund 600 Milliarden Dollar allein in diesem Wert vernichtet worden." Da die Anteilsscheine den Nimbus einer Volksaktie hätten, dürften insbesondere viele Privatanleger höhere Kursverluste erlitten haben.

"Das technische Bild im Dax hat sich mit dem erneuten Abprall an der 25.000er-Marke verschlechtert", so der Marktexperte weiter. "Für zusätzliche Enttäuschung aus fundamentaler Sicht sorgen heute die mauen Quartalszahlen des Chemiegroßhändlers Brenntag und die schwächer als erwarteten deutschen Einkaufsmanagerindizes." Das Licht am Ende des deutschen Konjunkturtunnels scheine doch weiter entfernt zu sein, als sich das viele Investoren wünschten.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1411 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8763 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 77,39 US-Dollar; das waren 51 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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