Aktien-Hausse bei GR-Haircut?

DWS-Anlagestratege: Schuldenschnitt für Griechenland bald perfekt. "Ich rate Anlegern, Rückschläge bei deutschen Aktien für Käufe zu nutzen." - Aufteilung: Vermögen zur Hälfte in Aktien halten, gut 40 Prozent Anleihen und den Rest in Liquidität zu parken.


Der Chef-Anlagestratege der Fondsgesellschaft DWS, Asoka Wöhrmann, erwartet einen schnellen Schuldenschnitt für griechische Staatsbonds. "Banken und Versicherer sollten in einen Schuldenschnitt zwischen 50 und 60 Prozent einwilligen", sagte Wöhrmann dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Der DWS-Manager ist überzeugt, dass das Thema in den nächsten zwei Wochen erledigt sei.

Im Hinblick auf eine Lösung der Schuldenkrise in Europa zeigte sich Wöhrmann zuversichtlich: "Dass der Großteil der Maßnahmen für den Fiskalpakt steht, sollte uns nach 18 Monaten desolaten Krisenmanagements zufrieden stimmen", sagte er. Dennoch könne es noch zehn Jahre dauern, bis die Krise endgültig vorbei sei.

Für Anleger sieht Wöhrmann große Chancen, wenn sie den Blick auf das Wirtschaftswachstum in den verschiedenen Regionen wie etwa in den USA und in den Schwellenländern richteten. Deutsche Aktien hält er für günstig bewertet. "Ich rate Anlegern, Rückschläge bei deutschen Aktien für Käufe zu nutzen." Klassiker wie dividendenstarke Titel könnten einen Puffer gegen Kursschwankungen bilden (Eon, Telekom). Der DWS-Stratege rät Anlegern mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren außerdem, zur Hälfte Aktien zu halten, gut 40 Prozent Anleihen und den "Rest in Liquidität" zu parken.

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