Stromverbraucher: Auf die Barrikaden!

Die Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB hat ermittelt: Der Strompreis wird bis 2020 verdoppelt, wenn sich die Stromverbraucher nicht wehren.


von Prof. Dr. Hans-Günter Appel

Auf der Jahreshauptversammlung der Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V. in Kassel am 24. November 2012 wurden die Pläne der Bundesregierung zur Zukunft der Energieversorgung analysiert. Die Wind-, Solar- und Biostromanlagen sollen ausgebaut werden bis zu einer installierten Leistung, die viermal so hoch ist wie die mittlere Netzleistung. Die Leistung der Wind- und Solarstromanlagen schwankt bekanntlich je nach Windstärke und Sonneneinstrahlung zwischen Null und dem Maximalwert und ist nicht planbar. Die mittlere Jahresleistung von Windgeneratoren beträgt nur etwa 20 % und von Solarkollektoren etwa 10% der installierten Leistung – nachzulesen auch auf www.NAEB.info.

Die Bundesregierung glaubt offenbar, die mittlere Leistung stände immer für die Einspeisung in das Netz zur Verfügung. Dies ist ein Trugschluss. Denn bei Starkwind und/oder starker Sonneneinstrahlung ist die Leistung der Ökostromanlagen sehr viel höher als vom Netz gefordert wird. Es müssen dann Anlagen abgeschaltet werden, da sonst durch die hohen Ströme Sicherungen in den Netzen durchbrennen. Flächendeckende Stromausfälle wären die Folge. Schon heute gibt es dieses Szenario: Wie Welt online am 28.11.2012 berichtet, ging nach einer Studie der Deutschen Energie Agentur (dena) im letzten Jahr bereits dreimal so viel Windenergie verloren wie im Jahr 2010. Es waren 407 Millionen Kilowattstunden mit einer Einspeisevergütung von 36 Millionen Euro, die den Betreibern nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) auch gezahlt werden müssen, wenn die Anlagen wegen zu hohem Stromaufkommen abgeschaltet werden. Die nicht genutzte aber vergütete Strommenge entspricht der Jahreserzeugung von mehr als 200 Windgeneratoren mit 1 Megawatt installierter Leistung. Mit jeder neuen Wind- oder Solarstromanlage muss die Strommenge, die nicht benötigt wird, weiter steigen. Der Verbraucher darf es bezahlen.

Neben der geschilderten Vergütung des weiter anwachsenden unerwünschten Stroms gibt es noch eine Reihe weiterer preistreibender staatlicher Verordnungen und Pläne. So sollen die Windstromanlagen in der Nordsee und Ostsee massiv ausgebaut werden zu einer der Hauptstützen der deutschen Stromversorgung. Der offshore Ökostrom kostet einschließlich des Transportes an Land mehr als 20 Cent / Kilowattstunde ohne Mehrwertsteuer. Hinzu kommen die steigenden Netzgebühren für den Ausbau der Stromnetze. Der Transport des Stroms ist nicht umsonst. Es gehen pro hundert Kilometer 1 – 2 Prozent des Stromes verloren (eine Gleichstromübertragung ist etwas günstiger). In Süddeutschland kommen also nur noch 90 Prozent des Stromes von der Küste an. Addiert man dazu noch die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben, die Abgaben für die Kraft-Wärmekopplung, die Entschädigung für die verspätete Anbindung der offshore Anlagen und die Entschädigung für nicht benötigten und nicht erzeugten Strom bei Starkwind,  kostet der offshore Strom dem Endkunden heute bereits weit mehr als 40 Cent / Kilowattstunde.

Die Bundesregierung und fast alle Politiker der im Bundestag vertretenen Parteien folgen lieber den einseitigen „Beratungen“ der Lobbyisten der Ökostromindustrie als den Aussagen von Fachleuten der Stromversorgung. Mancher ist wohl auch an Investitionen in der Öko-Energie beteiligt. Nur massive Demonstrationen gegen die einseitige und unsoziale Energiepolitik, die im EEG und in der Energie-Einsparverordnung (EnEV) gipfelt, können das Blatt wenden. NAEB (www.NAEB) .info ruft dazu auf. Machen Sie mit!

www.NAEB.info

 

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2017 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.