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Bayer will Menschenversuche auslagern

Bayer will Arzneitests auslagern. Deutschlands größter Pharmakonzern versucht die frühen Arzneimitteltests am Menschen an einen externen Anbieter abzugeben. Die Bayer-Manager begründeten den Schritt mit der schwankenden Auslastung der Probandenstationen.


Bayer will einen wichtigen Teil seiner Forschung und Entwicklung ausgliedern. Deutschlands größter Pharmakonzern versucht nach Informationen der Financial Times Deutschland (Mittwochsausgabe), die frühen Arzneimitteltests am Menschen an einen externen Anbieter abzugeben. Gesucht ist ein Betreiber für die Probandenstationen in Berlin und Wuppertal, wo geplante Neuprodukte an Gesunden auf Verträglichkeit ausprobiert werden. Das sagten Topmanager auf Mitarbeiterveranstaltungen des Konzerns.

Die intern umstrittenen Pläne berühren eine Grundfrage der Arzneibranche: wie viel Expertise ein Konzern auslagern kann und was seine Kernkompetenz ist. Die sogenannte Klinische Phase I ist die erste von drei Testphasen am Menschen – und die einzige, die Pharmafirmen auch ausschließlich im eigenen Haus durchführen können. Tests der Phase II und III werden an Kranken vorgenommen, die ärztliche Betreuung etwa in Kliniken benötigen.
 
Die Bayer-Manager begründeten den Schritt mit der schwankenden Auslastung der Probandenstationen. Ein externer Spezialist könne die Tests effizienter betreiben. Auch konzentriere sich Bayer stärker auf Krebsmedikamente – die nicht an Gesunden ausprobiert werden. Ein Bayer-Sprecher bestätigte, der Konzern prüfe eine Optimierung der Tests in Phase I: „Eine mögliche Option stellt die Auslagerung an einen externen Anbieter dar.“

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