AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Polnisches Parlament debattiert über Lockerung des Abtreibungsrechts


Fahne von Polen (Archiv), über dts NachrichtenagenturDer polnische Sejm debattiert am Donnerstag über eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts. Die Parteien der Regierungskoalition haben dem Parlament dazu insgesamt vier unterschiedlich weitgehende Gesetzesentwürfe zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen vorgelegt. In Polen sind Schwangerschaftsabbrüche seit 2020 nahezu vollständig verboten. Es drohen für die durchführenden Ärzte Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren.

Erlaubte Gründe für einen Abbruch sind lediglich eine nachgewiesene Vergewaltigung oder Inzest (je bis zur zwölften Schwangerschaftswoche) sowie eine Gefahr für das Leben der Schwangeren. Dennoch bleibt auch in diesen Fällen Schwangeren häufig der Zugang zu der Maßnahme verwehrt: Im vergangenen Jahr hatte der Fall einer 14-Jährigen für Aufsehen gesorgt, der nach einer Vergewaltigung von mehreren Kliniken eine Abtreibung verwehrt wurde. Nach dem Tod einer 33-Jährigen an einer Blutvergiftung, der zuvor eine Abtreibung verwehrt worden war, gingen im Sommer zahlreiche Polen auf die Straße. Die Teillegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen war eines der zentralen Versprechen von Ministerpräsident Donald Tusk bei den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr. Während Tusks konservative Bürgerkoalition und die Linke in ihren Gesetzesentwürfen für eine legale Abtreibung bis zur 12. Woche werben, ist der dritte Koalitionspartner, der christdemokratisch-liberale "Dritte Weg", für eine Rückkehr zur Rechtslage vor 2019, nach der Schwangerschaftsabbrüche auch bei schweren Erkrankungen und Entwicklungsstörungen des Fötus legal waren. Zudem soll der Zugang zu Verhütungsmitteln erleichtert werden. Für den Fall, dass die Entwürfe scheitern, setzt die Linke auf eine Strafbefreiung. Die oppositionelle Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) will gegen die Liberalisierung stimmen und verurteilte die Entwürfe scharf. Der PiS-Abgeordnete Dariusz Matecki etwa zeigte Transparente und spielte während Vorstellung des Gesetzesentwurfs der Bürgerplattform eine Audiodatei ab, die den Herzschlag eines Fötus darstellen sollte. Ihm antwortete die Abgeordnete Monika Rosa vom Rednerpult: "Sie werden niemals schwanger sein." Trotz ihrer Stimmminderheit im Parlament spielt die häufig als nationalkonservativ und rechtsradikal eingestufte PiS eine große Rolle: Der ihr nahestehende polnische Präsident Andrzej Duda könnte eine Reform mit einem Veto verhindern. Parlamentspräsident Szymon Holownia vom "Dritten Weg" brachte daher auch ein Referendum ins Spiel. Die Debatte wurde durch zivilgesellschaftliche Akteure eng begleitet. Aktivisten wiesen im Plenum darauf hin, dass polnischen Frauen seit der Verschärfung des Abtreibungsrechts Kosten in Höhe von rund 50 Millionen Zloty, umgerechnet etwa 12 Millionen Euro, für Abtreibungspillen und Reisen für Abtreibungen im Ausland entstanden seien. Einer Organisatorin der wochenlangen Frauenstreiks wurde der Zutritt zur Parlamentstribüne untersagt.

Foto: Fahne von Polen (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.