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SPD weist Söders Renten-Forderung zurück


Die Vize-Vorsitzende der SPD im Bundestag, Dagmar Schmidt, hat die Forderung des CSU-Vorsitzenden Markus Söder nach einer Abschaffung der "Rente mit 63" kategorisch zurückgewiesen. "Mit der SPD-Fraktion wird es keine Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren geben", sagte sie dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Für uns ist das keine Rechenfrage, sondern eine Frage der Gerechtigkeit."

Schmidt wirft Söder vor, er benutze bewusst falsche Bilder, indem er noch immer von "Rente mit 63" spreche. Für den Rentenjahrgang 1962 liege die Altersgrenze für diese "Rente für besonders langjährig Versicherte" bereits bei 64 Jahren und acht Monaten, für spätere Jahrgänge steige sie schrittweise bis auf 65 Jahre. Sie stehe Menschen offen, "die Jahrzehnte lang ihren Beitrag geleistet haben: Pflegekräfte, Verkäuferinnen, Handwerker, Schichtarbeiter". Für diese sei die abschlagsfreie Rente "keine soziale Großzügigkeit, sondern eine Frage des Respekts", sagte Schmidt.

"Vorgeschoben" nannte sie Söders Argument des Fachkräftemangels, denn Rentner könnten schon seit 2023 unbegrenzt hinzuverdienen. "Wenn Menschen dennoch nicht länger arbeiten, liegt das an harten Arbeitsbedingungen, schlechter Bezahlung und gesundheitlicher Belastung", sagte die SPD-Politikerin.

Foto: Seniorin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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