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Wehrbeauftragter fordert schnelle Umsetzung von Dunkelfeld-Studie


Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), hat mit Blick auf den Skandal bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die rasche Umsetzung einer Dunkelfeld-Studie zur Aufklärung ähnlicher Missstände gefordert. "Es stehen schwerwiegende Vorwürfe im Raum, die nun vollständig aufgeklärt werden müssen", sagte Otte der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe).

Deshalb fordere er, dass das Ermittlungsverfahren zügig und konsequent zu Ende geführt werde. "Ebenso fordere ich, dass die Dunkelfeld-Studie, die bereits vor mehr als einem Jahr von meiner Vorgängerin im Amt empfohlen wurde, zeitnah vom Ministerium umgesetzt und vorgelegt wird." "Sie untersucht mögliche vorhandene, aber nicht gemeldete Fälle. Eine belastbare Analyse ist unerlässlich, um gezielte und wirksame Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen entwickeln zu können", mahnte Otte.

Am Mittwoch hatte der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, im Verteidigungsausschuss einen Aktionsplan zur Beseitigung solcher Missstände vorgestellt. Otte sagte dazu: "Der angekündigte Aktionsplan des Heeres-Inspekteurs ist ein wichtiges und richtiges Signal. Die Truppe und die Gesellschaft müssen, insbesondere mit Blick auf den neuen Wehrdienst, darauf vertrauen können, dass in der Bundeswehr Recht und Ordnung gelten. Nur so gelingt es, Menschen für einen Dienst in den Streitkräften zu gewinnen."

Mitgliedern des Fallschirmjägerregiments 26 im rheinland-pfälzischen Zweibrücken werden Fälle von Rechtsextremismus, sexualisiertem Fehlverhalten und Drogenmissbrauch vorgeworfen.

Foto: Henning Otte (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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