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Zahl der Erwerbstätigen in Kulturberufen seit Pandemie gestiegen


Die Zahl der Erwerbstätigen in Kulturberufen ist zwischen dem Pandemiejahr 2021 und dem Jahr 2024 um sechs Prozent gewachsen. 2024 waren in Deutschland damit rund 1,3 Millionen Personen in Kulturberufen tätig, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis des Mikrozensus mit. Dies entsprach einem Anteil von rund drei Prozent an allen Erwerbstätigen.

Die Gesamtbeschäftigung stieg im gleichen Zeitraum um rund vier Prozent. Frauen stellten wie in den Vorjahren mit rund 52 Prozent die Mehrheit der Erwerbstätigen in Kulturberufen.

Im Jahr 2024 lag der Anteil der Selbstständigen in Kulturberufen laut Destatis bei rund 33 Prozent (2021: 34 Prozent) und damit deutlich über dem Durchschnittswert aller Berufe von rund neun Prozent. Besonders hoch war die Selbstständigenquote im Bereich Kunsthandwerk und bildende Kunst (85 Prozent) sowie in der Moderation und Unterhaltung (61 Prozent). Deutlich geringer fiel der Anteil in den Bereichen Veranstaltungsservice und -management (17 Prozent) sowie Redaktion und Journalismus (26 Prozent) aus.

Niedrige Einkommen sind im Kulturbereich überdurchschnittlich verbreitet, so das Statistische Bundesamt. Rund 33 Prozent der Erwerbstätigen in Kulturberufen erzielten 2024 ein monatliches Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro, gegenüber rund 25 Prozent bei allen Erwerbstätigen in Deutschland. Ein höheres monatliches Nettoeinkommen von mindestens 2.500 Euro erzielten 34 Prozent der Erwerbstätigen in Kulturberufen, während es 39 Prozent bei allen Erwerbstätigen in Deutschland waren.

Besonders häufig lagen die Einkommen im unteren Bereich unter 1.500 Euro netto in den Berufen Kunsthandwerk und bildende Kunst (57 Prozent) sowie im Buch-, Kunst-, Antiquitäten- und Musikfachhandel (52 Prozent). Höhere Einkommen von über 2.500 Euro netto erzielten dagegen Beschäftigte im Produkt- und Industriedesign (54 Prozent) sowie in der Theater-, Film- und Fernsehproduktion (50 Prozent).

Mit rund acht Prozent hatte Berlin 2024 nach Angaben der Statistiker den höchsten Anteil der Erwerbstätigen in Kulturberufen an der Gesamterwerbstätigenzahl. Auch Hamburg lag mit rund sechs Prozent deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von drei Prozent. Betrachtet man die Verteilung auf die Bundesländer, so waren in den drei einwohnerstärksten Ländern Nordrhein-Westfalen (20 Prozent), Bayern (16 Prozent) und Baden-Württemberg (13 Prozent) sowie im Stadtstaat Berlin (zwölf Prozent) die meisten Kulturschaffenden zu finden. Sie vereinten zusammen rund 61 Prozent aller Erwerbstätigen in Kulturberufen auf sich.

Foto: Sitze in einem Zuschauersaal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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