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Bundeswehr braucht für neuen Wehrdienst deutlich mehr Ausbilder


Die Bundeswehr benötigt für den neuen Wehrdienst mehr Ausbilder als bisher. In einer internen Weisung haben Generalinspekteur Carsten Breuer und Staatssekretär Nils Hilmer "innovative Ansätze zur Stärkung der Ausbildungskapazitäten" angeordnet, berichtet der "Spiegel". Die Truppe müsse "verlässlich über ausreichende Kapazitäten" zur Ausbildung von Rekruten verfügen, ohne die Einsatzbereitschaft der aktiven Verbände zu gefährden, heißt es demnach in dem internen Papier.

Um mehr Ausbilder verfügbar zu machen, ordnen Breuer und Hilmer konkrete Maßnahmen an. So sollen in Zukunft auch Mannschaftssoldaten in der Ausbildung eingesetzt werden, wie aus dem Papier hervorgeht. Zudem will das Ministerium "verstärkt" Reservisten in der Ausbildung von neuen Rekruten einsetzen. Dazu will man diesen eine Verpflichtungsprämie anbieten, die "bis zum Dreieinhalbfachen des Anfangsgehalts" gehen kann.

Mit der Weisung stellen Breuer und Hilmer die zwölfwöchige Grundausbildung bei der Bundeswehr für den neuen Wehrdienst grundlegend neu auf. Ab dem 1. Mai sollen die Teilstreitkräfte eine vereinheitlichte Grundausbildung anbieten. Bisher hatten etwa das Heer oder die Luftwaffe die Grundausbildung auf ihre Bedarfe zugeschnitten. In Zukunft soll nun der Heimatschutz "einheitliches Fundament" für die Soldaten-Ausbildung sein, so das Papier. Dies sei für die Stärkung der Reserve dringend notwendig.

Aus der Weisung gehen auch einige neue Inhalte der Grundausbildung hervor. So ist schon in den ersten zwölf Wochen neben Standard-Inhalten wie dem Schießtraining auch eine Grundausbildung im Umgang mit Drohnen vorgesehen. Ebenso taucht im Lehrplan die Stärkung der "individuellen Resilienzvorsorge" auf. Konkret soll den Soldaten dabei nahegebracht werden, wie man sich im zivilen Leben auf einen Krisenfall vorbereitet.

Foto: Soldaten der Bundeswehr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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