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DGB-Chefin Fahimi kritisiert Rentenkommission


Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, kritisiert zentrale Empfehlungen der Regierungskommission zur Alterssicherung, die am Wochenende bekannt geworden sind. Fahimi kritisierte bei der "Bild" die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 und die Erhöhung des Renteneintrittsalters.

Über die geforderte Abschaffung eines abschlagsfreien Renteneintritts für besonders langjährig Versicherte sagte Fahimi, es sei ein Fehler, wenn in dem Bericht der Alterssicherungskommission vorkomme, dass die Länge der Beitragsjahre keine Rolle beim Anspruch spiele. Das halte sie für einen Fehler, weil es nicht gerecht sei. Heute sei es bereits so, dass diejenigen, die das in Anspruch nähmen, nicht nur 45, sondern im Durchschnitt 47 Jahre Beiträge gezahlt hätten. Die, die heute davon profitierten, hätten im Durchschnitt zehn Jahre länger eingezahlt und dürften dafür zwei Jahre früher gehen. Sie finde das fair, und deswegen gehöre das nicht abgeschafft, sondern sei eine Frage der Gerechtigkeit.

Über eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung, also die sogenannte Rente mit 70, sagte Fahimi, die Diskussion um das Renteneintrittsalter sei nicht sachdienlich. Je höher das Renteneintrittsalter werde, desto größer werde die Gruppe werden, die es nicht schaffe. Man müsse insbesondere über diejenigen reden, die gesundheitlich eingeschränkt seien, die vielleicht nicht voll erwerbsunfähig und damit in der Erwerbsminderung seien - sondern die dazwischen. Man müsse schauen, wie man die Leute überhaupt gesund oder jedenfalls einigermaßen arbeitsfähig in die Rente bringe. Zu sagen, dass die Menschen länger arbeiten müssten, weil die Rente sonst nicht finanzierbar sei, hält Fahimi für eine Legende, um den Leuten Angst zu machen und sie von Einschnitten zu überzeugen.

Yasmin Fahimi übte auch Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und verteidigte die Delegierten, die ihn beim DGB-Kongress im Mai ausgebuht hatten. Über Merz sagte sie, den Menschen einfach nur vor den Latz zu knallen, dass es zukünftig weniger geben werde und das ein Naturgesetz sei und sie Mathematik nicht verstanden hätten, sei "ehrlich gesagt auch ein ganz schön frecher Ausspruch", bei dem man sich dann nicht wundern müsse, wenn es mal zwischendurch eine Reaktion aus dem Publikum gebe.

Foto: Yasmin Fahimi (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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