
Im Jahr 2025 sind in Deutschland insgesamt 58.851 Straftaten mit extremistischem Hintergrund verzeichnet worden. Das war ein leichter Anstieg gegenüber 2024 (57.701), wie aus dem Verfassungsschutzbericht hervorgeht, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Zahl der darin enthaltenen Gewalttaten stieg mit rund zehn Prozent deutlich auf 3.294 (2024: 2.976).
Deutschland ist weiterhin eines der wichtigsten Ziele für ausländische Nachrichtendienste. Im Jahr 2025 gingen nachrichtendienstliche Aktivitäten hauptsächlich von Russland, China und dem Iran aus. Im Fokus standen insbesondere die Bereiche Politik, Militär, Wirtschaft und Wissenschaft, um unter anderem politische Entscheidungsprozesse auszuforschen und zu manipulieren, Know-how abzugreifen und zu sabotieren.
Das Personenpotenzial im Rechtsextremismus ist 2025 noch einmal deutlich um rund 17 Prozent angewachsen (2025: 58.700; 2024: 50.250). Die Zahl der gewaltorientierten Rechtsextremisten stieg dabei auf 15.600 (2024: 15.300) an.
Das linksextremistische Personenpotenzial stieg im Jahr 2025 auf 42.200 Personen (2024: 38.000). Davon sind 11.600 gewaltorientiert (2024: 11.200). Im Bereich Islamismus/islamistischer Terrorismus ist das Personenpotenzial leicht von 28.280 (2024) auf 28.645 gestiegen. Zugleich nimmt das gewaltorientierte islamistische Personenpotenzial auf geschätzt 9.110 (2024: 9.540) geringfügig ab.
Das Personenpotenzial im auslandsbezogenen Extremismus ist von 32.500 (2024) auf 33.850 Personen im Berichtsjahr weiter angestiegen. Das gewaltorientierte Personenpotenzial in diesem Bereich umfasst rund 22.000 Personen.
Foto: Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2025 am 30.06.2026, via dts Nachrichtenagentur



