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Dax legt geringfügig zu - Ernüchterung durch EZB-Prognosen


Am Donnerstag hat der Dax geringfügig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.210 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem zurückhaltenden Start baute der Dax zunächst langsam seine Zugewinne aus, bevor er am Nachmittag kurz ins Minus abrutschte und schließlich leicht im Plus schloss.

"Der Dax konnte heute trotz vieler Störfaktoren sein Kursniveau oberhalb von 24.000 Punkten verteidigen", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Die Anleger in Frankfurt blieben aber vor dem anstehenden Mega-IPO von SpaceX weitestgehend im Wartemodus und fokussierten sich auf die altbekannten Modethemen Künstliche Intelligenz und Halbleiter."

Die Europäische Zentralbank gehe fortan von einer leicht höheren Preissteigerung aus und prognostiziert für 2026 eine Inflationsrate von drei statt der bisherigen 2,6 Prozent, so Lipkow. "Im Zuge dessen hat die EZB den Einlagenzinssatz vorsorglich um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent angehoben. Dieser Schritt war weitestgehend erwartet worden", erläuterte der Analyst. "Für etwas Ernüchterung sorgten allerdings die reduzierten Wachstumsprognosen bis in das Jahr 2028 hinein."

Zusätzlich liefen makroökonomische Daten aus den USA über die Nachrichtenticker, so Lipkow. "Die US-Arbeitsmarktdaten zeigen mit 229.000 Neuanträgen auf Arbeitslosenunterstützung einen schwächeren Trend. Bei der Preisentwicklung kann sich der positive Trend vom Vortag durch die US-Verbraucherpreise nicht bestätigen. Die Erzeugerpreise lagen sowohl auf Monats- als auch auf Jahressicht über den Erwartungen und sprechen damit für sinkende Margen bei den Unternehmen."

Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Siemens Energy an der Spitze der Kursliste, gefolgt von den Aktien von RWE, Rheinmetall und Infineon. Das Schlusslicht bildeten die SAP-Aktien.

Unterdessen sank der Gaspreis geringfügig: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 50 Euro. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank ebenfalls leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 92,91 US-Dollar, das waren 19 Cent oder 0,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1523 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8678 Euro zu haben.

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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