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Dax lässt deutlich nach - Infineon und Siemens Energy unter Druck


Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.671 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start baute der Dax seine Verluste aus.

"Bei den Investoren wachsen nach den jüngsten Nachrichten die Zweifel, ob die Konsumenten die Preiserhöhungen der Technologiekonzerne noch in der Masse mittragen werden", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Erstmals gibt Apple die gestiegenen Halbleiterpreise jetzt an seine Kunden weiter." Die Gewinne und hohen Margen von Chipunternehmen wie Micron Technology kämen bislang zustande, weil Konzerne wie Apple diese noch bezahlten.

"Wenn aber der Kunde die höheren Preise nicht mehr bezahlt, spult sich die Kette von hinten auf und trifft die hochbewertete Halbleiterbranche empfindlich", so Lipkow. "Im Dax zeigte sich diese Skepsis heute an den Kursverlusten in den Aktien von Infineon. Aber auch Siemens Energy wurde verkauft. Die Investoren positionierten sich vor dem Wochenende stattdessen in den defensiven Sektoren und bevorzugten die Anteilsscheine der Versorger und der Versicherungsunternehmen."

Im Gesamtmarkt werde jede negative Nachricht derzeit zum Anlass für Gewinnmitnahmen genutzt, erklärte der Analyst. Das sei "ein Zeichen, dass der Aktienmarkt vor einer Konsolidierung stehen könnte".

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Beiersdorf, SAP und Henkel an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Infineon, Siemens Energy und Zalando.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 41 Euro und damit ein Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank hingegen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 71,59 US-Dollar, das waren 367 Cent oder 4,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1405 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8768 Euro zu haben.

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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