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Toter Schaffner: ist die Bahn schuld?

Für 2500 Euro brutto zwingt die Bahn ihre Zugbegleiter in tödlich endende Situationen. Wurde das bei der einwöchigen Schulung als Lebensrisiko kommuniziert?

Von Meinrad Müller

Ein Zugbegleiter ist tot, weil er eine Fahrkarte kontrollieren musste. Er hat nichts falsch gemacht, er hat nur getan, was die Bahn von ihm verlangte. Und deswegen hat er sein Leben bezahlt. Ist diese Gefahr Teil der Arbeitsplatzbeschreibung oder lässt man diese Hilfskräfte einfach ins Messer laufen? Und das alles für rund 2.500 Euro brutto im Monat, was am Ende oft etwa 1.700 Euro netto bedeutet. Dieser Arbeitnehmer muss täglich Konflikte austragen, sich beschimpfen lassen und im Zweifel allein gegen aggressive Fahrgäste durchsetzen. Man muss es klar sagen: Für dieses Geld setzt niemand freiwillig sein Leben aufs Spiel.

Das eigentliche Versagen liegt bei der Bahn

Der Zugbegleiter hat nicht aus eigenem Antrieb gehandelt, er wurde in diese Situation gebracht. Die Bahn gibt ihren Mitarbeitern die Autorität, Fahrgäste ohne Ticket aus dem Zug zu werfen, und zwingt sie damit in eine Eskalationsrolle. Ein einzelner Angestellter soll im laufenden Betrieb entscheiden, wer bleiben darf und wer gehen muss. Das ist kein Service, das ist Durchsetzung. Wer einen Menschen öffentlich aus dem Zug verweist, löst Wut aus, erzeugt Gesichtsverlust und schafft eine Situation, die jederzeit kippen kann. Genau dieser Moment hat dem Zugbegleiter sein Leben gekostet.

In diesen Fällen wäre es sinnvoller, die Bahn würde die Schwarzfahrer zu ignorieren. Sind 10 oder 20 Euro es wert, dass ein Mensch sich totschlagen lassen muss? Nein! Der Zug wäre weitergefahren, und ein Mensch wäre heute noch am Leben. Dass die Bahn ihren Mitarbeitern diese Verantwortung überträgt, ohne sie wirksam zu schützen, ist das eigentliche Versagen. Die Bahnverantwortlichen gehören vor den Kadi.

Andere Länder lösen das Problem vor dem Zug

In anderen Ländern wird genau dieser Konflikt gar nicht erst in den Zug verlagert. In Kanada und den USA findet die Fahrkartenkontrolle häufig vor dem Einstieg statt. Ohne gültiges Ticket kommt man gar nicht erst auf den Bahnsteig oder in den Zug. Die Kontrolle erfolgt durch mehrere Mitarbeiter gleichzeitig, oft unterstützt durch Sicherheitspersonal. Aggressive oder uneinsichtige Fahrgäste werden gemeinsam abgefangen, noch bevor sie den Zug betreten.

Der entscheidende Unterschied ist simpel: Der Konflikt bleibt draußen. Der Zugbegleiter muss niemanden aus dem Zug werfen. Er gerät nicht in eine körperliche Auseinandersetzung. Er ist nicht allein. So schützt man Personal, ohne auf Kontrolle zu verzichten.

Ein Schwarzfahrer ist kein Menschenleben wert

Kein Schwarzfahrer rechtfertigt dieses Risiko. Kein Fahrpreis, kein Ordnungsgeld, keine Vorschrift wiegt schwerer als ein Menschenleben. Hat man diesem Mann in der einwöchigen Ausbildung gesagt, dass er bei der Fahrkartenkontrolle sein Leben riskieren könnte? Hat man ihm erklärt, dass er für diesen Lohn in Situationen geraten kann, die tödlich enden? Vermutlich nicht.

Wenn die Durchsetzung von Fahrkarten dazu führt, dass Angestellte sterben, dann ist nicht der Zugbegleiter das Problem, sondern das System. Die Konsequenz kann nur lauten, auf das Herauswerfen von Fahrgästen durch Zugbegleiter zu verzichten und den Konflikt dorthin zu verlagern, wo er hingehört: vor den Zug, nicht hinein. Alles andere bedeutet, dieses Risiko weiter in Kauf zu nehmen.

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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