AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Warum Selenskyjs offener Brief an Putin ein kommunikatives Desaster ist

Wolodymyr Selenskyjs offener Brief an den Kreml scheitert krachend an den Grundregeln der Kommunikation. Wer Frieden verkaufen will, darf den Verhandlungspartner nicht vorab öffentlich demütigen.

Von Meinrad Müller

Eine Schau-Veranstaltung für die Zuschauertribüne

Mitten während des Wirtschaftsgipfels in St. Petersburg wählt der ukrainische Präsident den Weg an die Öffentlichkeit: Ein offener Brief auf X soll Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zwingen. Doch wer die Gesetze des strategischen „Verkaufs“ kennt, sieht: So umwerbt man niemanden, von dem man etwas will. Als westlicher Beobachter, dem an einem realistischen Ende dieses Krieges gelegen ist, muss man sagen: Dieser Stil ist töricht. In der Verhandlung gilt: Man muss dem Gegner eine goldene Brücke bauen, um gesichtswahrend einzulenken. Selenskyj dagegen mauert jeden Fluchtweg mit maximaler Demütigung zu.

Das psychologische Foul im Verkaufsgespräch

Das Problem gleicht einem fatalen Verkaufsgespräch in der Wirtschaft: Der Verkäufer beleidigt den Kunden tief, zweifelt dessen Bankkonto an, erwähnt private Probleme und fragt am Ende, ob man nun endlich unterschreiben wolle. So verkauft man kein Auto und erst recht keinen Frieden. Ein Gegner, der öffentlich als alt, abhängig und bedroht beschrieben wird, kann nicht einlenken, ohne schwach zu wirken. Zehn Formulierungen des Briefes belegen dieses kommunikative Eigentor im Detail.

Die ersten fünf kommunikativen Eigentore

1. „Heute sieht die überwältigende Mehrheit der Ukrainer es positiv, dass unsere Langstreckendrohnen der Eröffnung Ihres Forums in St. Petersburg einen Besuch abgestattet haben...“
Als Einstieg für ein Verhandlungsangebot ist Spott das falsche Werkzeug. Wer mit Hohn einsteigt, will provozieren, nicht verhandeln.

2. „Wie Sie sehr gut wissen, ist diese Distanz nicht die Grenze unserer Möglichkeiten.“
Die klassische Sprache der Erpressung. Direkte Drohungen führen beim Gegenüber reflexartig zu Trotz und Verhärtung der Fronten.

3. „Dieser Krieg ist Ihre persönliche Entscheidung, ein Krieg ohne wirklichen Grund. So wird ihn die Geschichte in Erinnerung behalten.“
Indem Selenskyj Putin die alleinige, irrationale Schuld zuweist, nimmt er ihm jede Chance auf einen gesichtswahrenden Rückzug.

4. „Natürlich nicht in den Fällen, in denen es um die Sicherheit Ihrer Residenz in Waldai oder Ihrer Parade in Moskau geht. Ihr eigenes Leben ist Ihnen wertvoll.“
Ein hämischer, persönlicher Angriff. Der Vorwurf der Feigheit bringt keinen Autokraten an den Tisch, sondern eskaliert die Lage.

5. „Sie werden weder genug Geld noch genug politisches Kapital haben, um die Loyalität der Russen weiterhin so zu kaufen...“
Dem Verhandlungspartner die eigene Schwäche diktieren zu wollen, provoziert lediglich den Drang, das exakte Gegenteil zu beweisen.

Persönliche Kränkungen statt staatsmännischer Klugheit

6. „Das Beispiel Orbáns zeigt, wie diejenigen enden, die sich dafür entscheiden, Russland in seinem Krieg gegen uns zu helfen: in Schande.“
Die namentliche Bloßstellung Dritter wirkt belehrend. Ein guter Verhandler meidet solche internationalen Nebenkriegsschauplätze.

7. „Sie sind der erste Herrscher Russlands, der sich an Pjöngjang wenden musste... Und heute sind Sie vollständig von China abhängig...“
Der Versuch einer geopolitischen Demütigung. Putin als Bittsteller darzustellen, verletzt den Stolz, den man eigentlich managen müsste.

8. „Nach 26 Jahren an der Macht beginnt das Alter, seinen Tribut zu fordern.“
Ein absolutes Tabu-Foul. Das Alter des Gegners zu thematisieren, zieht die Debatte auf das Niveau billiger, persönlicher Kränkung.

9. „Haben Sie keine Angst, den Weg aus diesem Krieg einzuschlagen. Das ist das Wichtigste, was jetzt von Ihnen verlangt wird.“
Dem Kreml-Chef „Angst“ zu attestieren und Befehle zu erteilen, dreht die Hierarchie um. Das ist eine Ohrfeige, kein Friedensangebot.

10. „Aber auch Sie werden deutlich härter um Ihre eigene Existenz kämpfen müssen – nicht um die Russlands, sondern um Ihre eigene.“
Die nackte existenzielle Drohung. Wer um sein Leben fürchten muss, kämpft bis zum Ende. Selenskyj nimmt Putin jeden Anreiz zur Diplomatie.

Warum das Schaufenster keine Eingangstür hat

Die Zielgruppe sitzt gar nicht im Kreml. Wer verhandeln will, muss die Hand ausstrecken, ohne in der anderen den Holzhammer zu halten. Dieser offene Brief war nie als echte Diplomatie gedacht. Er ist ein reines Propagandamittel für die westliche Welt, um Entschlossenheit zu demonstrieren. Als Werkzeug für den Frieden ist das Papier jedoch krachend gescheitert. Es ist ein Schaufenster – von außen hübsch beleuchtet, von innen aber ohne Tür.

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse
155 Schiffe mit deutschem Bezug in Region um Straße von Hormus

Im Krisengebiet rund um die Straße von Hormus, einer der wichtigsten Seehandelsstraßen der Welt, halten sich laut Marine 155 Schiffe mit deutschem Bezug auf. 44 davon befänden sich im Persischen [ ... ]

Merkel: Europas Migrationspolitik macht

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigt ihre Ablehnung von Grenzkontrollen und sieht Fortschritte in der europäischen Migrationspolitik.

Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" [ ... ]

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich beim EU-Westbalkan-Gipfel in Montenegro für eine beschleunigte EU-Erweiterung ausgesprochen.

Sie gaben der [ ... ]

Deutschland hat angekündigt, sich nach der gescheiterten Kandidatur für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen für die Periode 2035/36 erneut um einen Sitz im mächtigsten UN-Gremium [ ... ]

Die Deutsche Bahn streicht im Fernverkehr deutlich mehr Züge als noch im Vorjahr. Das geht aus internen Daten des Staatskonzerns hervor, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Demnach sind von [ ... ]

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) räumt Versäumnisse in ihrer Amtszeit ein. Dies betrifft die Verteidigungspolitik ebenso wie die Klima- und Digitalisierungspolitik.

Der "Frankfurter [ ... ]

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg von Luftraumgefährdungen durch Drohnen registriert.

Nach Informationen der "Welt" wurden nach den jüngsten verfügbaren [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.