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Volkseigene Betriebe in den USA? Trump umarmt die KI wie der russische Bär

Die Trump-Administration führt intensive Gespräche mit OpenAI und anderen KI-Firmen über eine direkte staatliche Beteiligung an den Unternehmen. Entstehen etwa neue und moderne Kombinate?

Von Meinrad Müller

KI wird dem Staat gefährlich, vergleichbar mit Brutus und seinem Dolch im Gewande

Die mechanische Klugheit entwirft bereits heute Gesetze, prüft Verträge und erledigt in Sekunden Verwaltungsarbeit, für die Ministerien früher Jahre benötigten. Damit macht sie den traditionellen Beamtenapparat zunehmend überflüssig.

Während andere Regierungen noch versuchen, das Unverstandene mit Verboten zu bändigen, wählt Trump einen klugen Weg. Er folgt der alten Weisheit, dass man einen Gegner, den man nicht besiegen kann, besser zum Verbündeten macht. Er will die KI umarmen, so innig und fest wie ein russischer Bär Rotkäppchen umarmt. Diese Umarmung schmeichelt den so Umarmten auch noch und lässt sie sich geehrt und beschützt fühlen. Zugleich gerät die KI in Folge vollständig unter die Kontrolle der mächtigen Pranken. Genau das bereiten die USA derzeit konkret vor.

Die Legionen Roms fern des Senats

Die KI entwickelt sich zu einer Parallelmacht, ganz ähnlich wie die Legionen des alten Roms, die fern vom Senat eigene Machtzentren schufen und dadurch zur Gefahr für den Staat wurden. Trump kennt diese historischen Lektionen genau. Er ist nicht bereit, die neue Legion frei und unkontrolliert agieren zu lassen.

An die kurze Leine

Der Staat duldet keine aufstrebenden Nebenregierungen. Er begnügt sich nicht damit, lediglich Steuern zu kassieren. Stattdessen strebt er die Rolle des Miteigentümers an. Auf diese Weise sitzt Washington direkt am Tisch der Entscheidungen und bestimmt maßgeblich mit. Regulator und Eigentümer in einer Person, das bedeutet echte, tiefgreifende Kontrolle.

Ein Deal wie beim Paten

Die KI-Firmen erhalten ein Angebot, „das niemand ablehnen kann“. Der mächtigste Staat der Welt möchte Partner werden und in die große KI-Familie aufgenommen sein. Er bietet Schutz vor China, milde Regulierung und strategische Unterstützung bei Energie. Die Unternehmen dürfen sich geschmeichelt fühlen. Doch wer die Umarmung des Bären einmal angenommen hat, bewegt sich fortan nur noch in die Richtung, die der Bär vorgibt.

Die stille Machtübernahme

Noch ist kein Vertrag unterschrieben, die Gespräche laufen jedoch auf höchster Ebene. Dennoch zeichnet sich eine Entwicklung ab, die staunen lässt. Ausgerechnet unter Trump entsteht ein Konstrukt, das historisch an einen volkseigenen Betrieb erinnert, nur diesmal ausgestattet mit den mächtigsten Werkzeugen der Zukunft. Die KI wird nicht bekämpft. Sie wird umarmt, integriert und kontrolliert. Rotkäppchen lächelt, während der Bär es fest an sich drückt.

Aktuelle Zwangsbeteiligung

Was als freiwillige Spende von Aktienpaketen beginnt, könnte sich rasch in eine faktische Zwangsbeteiligung verwandeln. Wer nicht kooperiert, riskiert regulatorische Hürden, fehlenden Schutz vor ausländischer Konkurrenz oder den Ausschluss von staatlichen Aufträgen. Auf diese Weise wird der Bär nicht nur umarmt, er setzt die Pranken so, dass niemand mehr entkommen kann. Die öffentliche Vermögensfonds-Idee dient dabei als elegante Verpackung für eine Machtverschiebung, die tief in die Struktur der Unternehmen eingreift. Wer in Zukunft die KI lenkt, lenkt die Zukunft selbst.

Wer in Zukunft wirklich regiert – die alten staatlichen Apparate oder die neue mechanische Klugheit –, entscheidet sich in diesen Tagen. Trump hat seine Wahl getroffen. Der Dolch liegt nun in seiner Hand. Und die Welt blickt staunend auf dieses Schauspiel.

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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